Yoga zu Hause – 1000 gute Gründe

Yoga zu Hause - Liegender Hund
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  • Beitrag zuletzt geändert am:14. März 2021

Es gibt 1000 gute Gründe? Na gut, da habe ich wohl etwas übertrieben. Und zu sehr diesen Song von den Toten Hosen im Kopf gehabt.

Aber eins steht fest: Yoga zu Hause ist einfach, kostenlos und effektiv. Vor ein paar Jahren wäre es wohl noch undenkbar gewesen, allein zu Hause Yoga zu praktizieren. Obwohl es auch da schon Videos und Bücher zum Thema Yoga gab. Aber erst durch durch Youtube ist diese unglaubliche Vielfalt an Übungsmöglichkeiten in unsere Wohnzimmer gekommen. Und das ist wunderbar…

Warum Yoga zu Hause die erste Wahl ist

Meine ersten Erfahrungen mit Yoga habe ich in Präsenzkursen gesammelt. Von diesen hast du sicher schon etwas gehört oder auch an einigen teilgenommen.

Diese Kurse werden von einzelnen Yogalehrern oder Yogastudios angeboten. Oft werden die Kosten auch von den Krankenkassen übernommen. Mir hat es auch immer Spaß gemacht, an solch einem Kurs teilzunehmen. Zumindest am Anfang.

Was mich aber immer wieder davon abhielt, weiterzumachen, war die Sache mit der zeitlichen Verpflichtung. Mit den Jahren habe ich für mich gemerkt, das ist nichts für mich.

Ich will zumindest in meiner Freizeit so flexibel und spontan wie möglich sein. Das ist für mich der hauptsächliche Vorteil von Yoga zu Hause im Vergleich zu Yogakursen.

Aber es gibt noch viel mehr Vorteile.

Yoga zu Hause – viele, viele Vorteile

  • Du kannst üben, wann du Zeit und Lust hast.
  • Es kostet dich nichts (ok, Strom, Heizung).
  • Findest du ein Video nicht gut, wechselst du einfach zum Nächsten.
  • Du hast keine Fahrtszeit. Das kann unter Umständen eine Stunde und mehr sein.
  • Du brauchst vorher keine Tasche packen. Auch das spart einiges an Zeit.
  • Schicke Yogaklamotten kannst du dir kaufen – musst du aber nicht. Zu Hause zählt nur die Bequemlichkeit.
  • Du musst dir nicht Töne von anderen Yogaschülern anhören. Manches ist ja menschlich (Es gibt ja so Übungen, da passiert schon mal ein Pups). Aber ehrlich, ich muss das nicht unbedingt haben
  • Hast du gerade Rückenschmerzen? Also eher im unteren Rücken? Kein Problem. Such nach Yoga für den unteren Rücken. Bist du heute müde und willst eigentlich nur etwas entspannen? Wie wäre es mit Yin-Yoga? Egal, wie du dich fühlst, du kannst deine Yoga-Praxis gezielt auswählen.
  • Keine nervigen, spirituellen Gspräche. Die sind absolut nichts für mich. Ich mag an Yoga die Übungen, die Entspannung und das zur Ruhe kommen – aber kein spirituelles Gelaber. Sorry.

Yoga zu Hause – mögliche Nachteile

  • Brauchst du deine regelmäßigen Termine, um dran zu bleiben. Dann ist ein Kurs vielleicht besser für dich geeignet.
  • Du willst zusätzlich Kontakt zu anderen -> Melde dich bei einem Kurs an.
  • Du bist absoluter Einsteiger und hast auch Angst, etwas falsch zu machen? Ich denke zwar, diese Angst ist unbegründet, da es sehr gute Videos für Einsteiger gibt. Falls dir das aber trotzdem zu riskant ist -> ab in die Yogaklasse.
  • Für dich bedeutet Yoga viel mehr als nur Dehnübungen und Entspannung. Du willst die volle Ladung aus Atempraxis, Meditaion, Asanas und spritituellem G… -> such dir deinen Herzens-Yogalehrer.

Yoga mit Mady – ist wie Yoga mit der besten Freundin

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Kennst du Mady? Mady Morrison? Ich kannte sie vor einem halben Jahr auch noch nicht. Und jetzt treffe ich sie mehrmals pro Woche. Ich auf meiner Matte, sie auf ihrer. Uns trennt nur der dünne Bildschirm meines Notebooks. Und ca. 130 Kilometer.

Aber Mady schafft es irgendwie, ihre Energie, Kraft und Gelassenheit über diese Entfernung direkt zu mir zu transportieren.

Yoga mit Mady macht einfach Spaß. Ihre Videos haben eine angenehme Länge. Die meisten dauern ca. von 20 – 30 Minuten.Und es gibt für jeden Körperteil und jede Gemütslage das passende Video. Für einen starken Rücken, Hüften wie Honig, ein glückliches Herz oder sogar Yoga für den Summerbody.

Vielleicht kennst du das? Du kommst einfach mit der Art und Weise eines Yoga-Lehrers oder einer Yoga-Lehrerin nicht zurecht. Manchmal ist es die Stimme oder eine bestimmte Angewohnheit.

Bei Mady hingegen war ich noch nie genervt. Sie erschafft durch ihre starke Ausstrahlung und ihre ruhige, freundliche Stimme bei mir einen völlig entspannten und glücklichen Zustand.

Wenn sie dann noch sagt: „Wunderbar, das hast du gut gemacht“, freue ich mich von Herzen und nehme das Strahlen mit in den Abend. Besser noch, ich komme mit einem breiten Grinsen in die Küche und diese gute Laune überträgt sich auch auf meinen Mann. Wunderbar 🙂

Du willst auch mal mit Mady Yoga machen. Dann habe ich hier drei ausgewählte Videos, die mir sehr gut gefallen.

1. Yoga für den unteren Rücken

Der untere Rücken macht ja vielen von uns ab und zu zu schaffen. Das gilt vor allem den Leuten, die einen Job im Büro haben. So wie ich. Es ist lange her, dass ich Probleme im unteren Rücken hatte.

Seit der Home-Office Phase zwickt er jetzt auf einmal doch hin und wieder. Obwohl ich mir den Arbeitsplatz gut eingerichtet habe. Ich habe sogar in einen höhenverstellbaren Schreibtisch investiert. Ich denke, es fehlen eben auch die Wege zur Arbeit und die kleinen Gänge zu Kollegen oder Terminen.

Aber Jammern hilft bringt bekanntlich niemanden weiter. Das folgende Video habe ich schon ein paarmal für meine Yoga-Praxis genutzt und meinem Rücken hat es merklich gutgetan.

Mady Morrison – Yoga für den unteren Rücken

2. Kraft und Beweglichkeit in einer Trainingseinheit

Wenn du es etwas kraftvoller möchtest, probiere doch diesen Yoga. Flow einmal aus. Danach bist du rundum gut erwärmt, geschmeidig und hast außerdem noch einiges für deine Kraft getan.

Mady Morrison – Yoga Ganzkörper Flow

3. Hüften geschmeidig wie Honig

Wie gut das klingt, oder? Hips like Honey – wer will das nicht. Und für uns Läufer ist es doppelt wichtig, die Hüften und Hüftbeuger ausgiebig zu dehnen und zu strecken.

Diese verkürzen sehr schnell durch die Haltung beim Laufen. Bist du Läufer und Büroarbeiter, dann ist diese Sequenz supereffektiv für dich. Du wirst den Unterschied spüren. Versprochen.

Mady Morrison – Hips like Honey

Down Dog – einfach, praktisch, gut

Down Dog ist eine App für dein Smartphone. Ich liebe dieses kleine Tool, denn bietet so viele unterschiedliche Kombinationsmöglichkeiten für die tägliche Yogapraxis. Die App bekommst du hier für Android und hier für IOS.

Du bestimmt deine Yoagstunde – bis ins Detail

Vor einer Yogarunde kannst du die Dauer, den Yogastil und die Musikrichtung festlegen, die du gerade brauchst. Du kannst einstellen, worauf du deinen Fokus legen möchtest.

Wenn dir die hinteren Oberschenkel vom Laufen schmerzen, brauchst du andere Übungen, als wenn du Rückenschmerzen vom vielen Sitzen verspürst.

Du kannst wählen, ob du als Einsteiger oder bereits auf dem Niveau der Mittelstufe praktizieren willst.

Dann kann es schon losgehen. Mir gefällt vor allem, dass ich genau weiß, wie lange die Einheit dauert.

Flieger, grüß mir die Sonne

Zum Beispiel nutze ich für meine morgendliche Praxis die Sonnengrüße in Down Dog. Ich brauche nicht auf die Uhr zu sehen, damit ich pünktlich zur Arbeit kommen.

Je nachdem, wie viel Zeit ich habe, stelle ich die App auf 10, 12 oder 15 Minuten ein. Und dann tauche ich ein und grüße die Sonne. Besser kann der Tag nicht beginnen.

Drum prüfe, wer sich ewig bindet

Ich habe die App jetzt einen Monat im Rahmen eines kostenlosen Angebotes getestet. Und dabei wirklich nahezu jeden Tag genutzt.

Da ich auch in Zukunft nicht darauf verzichten möchte, habe ich sie mir gekauft. Eigentlich gebe ich nicht so schnell Geld für Apps aus. Down Dog hat mich jedoch restlos überzeugt.

Yoga zu Hause – Hatha und Yin sind dabei

Am liebsten nutze ich dabei die Programme Hatha und Yin. Hatha-Yoga ist der wohl bekannteste Yogastil. Ich mag die ruhige und entspannte Stimmung, die mir das Training hier vermittelt.

Beim Yin-Yoga gehst du tief in die Posen und hälst diese länger als üblich. Dadurch intensiviert sich der Dehnungseffekt. Zusätzlich schenkt dir eine Rund Yin-Yoga eine tiefe Entspannung.

Der Tag war ein A…, du bist müde, die Welt kann dich mal. Wenn du also mal so völlig durch bist, dann mach eine Runde Yin-Yoga. Danach weißt du wahrscheinlich gar nicht mehr, was den das Problem war.

Yoga zu Hause – mit Breathe and Flow

Das ist meine neueste Entdeckung in meiner Yoga-Welt. Auf der Suche nach tollen Yoga-Angeboten bin ich auf dieses interessante Pärchen gestoßen.

Breathe and Flow – atmen und fließen – haben unzählige Videos auf ihrem Kanal, die auf dich warten. Die Videos sind auf Englisch. Aber ich verstehe alles ausgezeichnet, obwohl ich nun wirklich kein Sprachgenie bin.

Falls du deswegen unsicher bist, versuch es doch trotzdem. Die Videos sind sehr selbsterklärend und ein wenig Englisch lernen kannst du nebenbei auch noch.

Eingestiegen bin ich mit folgendem Video. Ich muss zugegeben, ich musste es abbrechen. Das ist eine Hausnummer zu hoch für mich. Wahnsinn, wie schwer Yoga sein kann. Aber vielleicht ist das ja Easy Peasy für dich? Das würde mich echt mal interessieren.

Breathe and Flow – Strong 40 Minute Vinyasa Yoga Flow

Doch so schnell gebe ich nicht auf. Zumal mir die Art und Weise sehr gut gefallen hat.

Also einfach ein paar Gänge zurückschalten. Breathe and Flow haben eine 7 Tage Challange für Einsteiger. Tag 1 hat mir sehr gut gefallen. Diese Übungen schaffe ich gut und ich mag die ruhigen Stimmen der beiden.

Breathe and Flow – Anfänger Yoga Serie

Ich habe sogar die Atemübung und die Meditation mitgemacht. Das hat mir erstaunlicherweise sehr gut gefallen.

Du siehst, bei dem einen schaffe ich den Fortgeschrittenenkurs, beim anderen bin ich bei den Anfängern sehr gut aufgehoben.

Das ist völlig normal, denke ich. Ich werde diese 7 Tage durchüben und mich danach an das nächste Level wagen.

Yoga zu Hause – auch etwas für dich?

Hast du schon mal Yoga zu Hause gemacht? Oder bist du vielleicht schon lange dabei und hast auch so dein Favoriten? Schreib mir doch mal. Ich probiere immer gern was Neues aus.

Falls du bisher noch nichts am Hut hattest mit diesem Rumgeturne auf der Matte – gib dem Ganzen ein Chance.

Es bringt dich auch als Läufer*in weiter. Du willst mehr wissen? Dann geht es hier zu meinem Beitrag “Yoga für Läufer – das ideale Ergänzungsprogramm“.

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