Trotz Corona weiter laufen
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  • Beitrag zuletzt geändert am:11. Oktober 2021

Laufen trotz Krise – Die Zeit der Pandemie hat auch für Läufer ziemlich viel durcheinander gewirbelt. Viele von uns lieben es, an Wettkämpfen teilzunehmen. In der Corona-Pandemie fielen all die kleinen und großen Wettkämpfe aus. Dafür gab es unzählige Angebote für virtuelle Wettkämpfe. Diese wurden eine Zeitlang auch gut angenommen. Aber können diese das echte Wettkampffeeling ersetzen. Und helfen sie, uns stark aus der Krise heraus zu kommen?

Laufen trotz Krise – Virtuelle Wettkämpfe sind eine Möglichkeit

Virtuelle Wettkämpfe sind eine ganz neue Form des Kräftevergleichs entstand während der Coronapandemie. Auch ich habe an einigen teilgenommen.

Zum Beispiel am Biehlaer Froschlauf. Da sind wir zu dritt im Froschkostüm um einen kleinen See gelaufen. Das war zugegebenermaßen witzig. Schon allein wegen der Reaktionen der Spaziergänger, die sicher so ein Dreiergespann auch noch nie zu Gesicht bekommen hatten.

Viele virtuelle Läufe waren Spendenläufe. Auch hier nahm ich an einigen teil. So zum Beispiel am Spendenlauf für die Aktion “Spendenlauf für Kinderherzen”, einem kleinen Spendenlauf für die Stadt Schönebeck oder am Wings for Life Run.

Dein Spendenlauf im Januar – für ein gutes Gefühl

Wings for Life – Laufen Für Die, Die Es Nicht Können

Diese Läufe waren schön und auch wichtig. Aber so ein echtes Wettkampf-Feeling, das wollte sich nicht einstellen.

Laufen trotz Krise – Wenn Träume platzen

Sicher hattet ihr euch dieses Jahr vielleicht auch neue (große oder kleine) Ziele überlegt. Und sicher haben die Ereignisse dieses Jahr euch einen großen, fetten Strich durch die Rechnung gemacht.

2020 sollte auch mein Jahr werden. Diese tolle Jahreszahl. Ich wollte meinen ersten Marathon laufen. Ich wusste auch schon lange, welcher es sein sollte.

Der Himmelswegelauf bei Nebra. So eine schöne Medaille. Die und nur die wollte ich für meinen allerersten Marathon. Ich fand auch schnell Mitstreiter, meine Lauffreunde Thomas und Sandy. Gemeinsam mit diesen erfahrenen Marathonis wollte ich das große Ziel angehen.

Ein Trainingsplan war recht schnell erstellt und ich fieberte dem Start des Trainings entgegen.

In der Zwischenzeit entwickelte sich allerdings die nun überall präsente Pandemie und immer mehr Laufveranstaltungen wurden abgesagt. Aber der Himmelswegelauf war ja erst am 20. Juni und bis dahin glaubten wir, ist der Spuk sicher vorbei.

Ich stieg sehr motiviert ins Training ein, die ersten langen Läufe absolvierten wir zu dritt. Auch als immer klarer wurde, dass auch unser Event abgesagt werden könnte, blieb ich eisern dabei.

Ich laufe den Marathon, zur Not auch allein. Aber da hatte ich die Rechnung ohne meine Lauffreunde gemacht. Natürlich laufen wir den Marathon und natürlich auch gemeinsam. Yeah.

Laufen trotz Krise – veranstalte deinen eigenen Marathon

An einigen Wochenenden verabredeten wir drei uns mit einer weiteren Familie zu langen Läufen an den unterschiedlichsten Orten. Immer dabei, eine tolle Fahrradbegleitung durch Familienmitglieder. Nie hätte ich gedacht, dass mit so verschiedenen Menschen so tolle Erlebnisse möglich sind.

Und während dieser Lauf und Bike Touren wuchs die Idee für einen eigenen Marathon immer weiter. Wir hatten nun sogar einen weiteren Teilnehmer für unseren Lauf, plus drei neuen Begleitern.

Der Veranstalter vom Himmelswegelauf hatte die angemeldeten Teilnehmer angeschrieben. Er bot an, die Anmeldegebühr zu spenden, den Betrag für die Anmeldung nächstes Jahr zu nutzen oder das Geld zurück zu bekommen.

Da ich ja so scharf auf die Medaille war, habe ich mir gedacht: Warum nicht einfach mal anfragen? Ich habe also den Verein angeschrieben und von unseren Plänen berichtet.

Ob es möglich wäre, die Medaillen und die Urkunden zu bekommen? Und wisst ihr was? Am selben Abend habe ich eine richtig freundliche Antwort bekommen.

Die Medaillen wären schon in der Post und im Anhang der Mail fand ich die Vorlage für die Urkunde. Ich war überwältigt von dieser Antwort. Ich hatte mir gar nicht so wirklich einen Erfolg versprochen und nun das.

Eine Woche später hatte ich die Medaillen in unserem Briefkasten. Sogar eine mehr für unseren Vierten im Bunde.

Laufen trotz Krisen – kleine Freuden machen das Leben schöner

Jetzt habe ich eine Riesenüberraschung für meine Freunde, denn die wissen noch nichts. Es versteht sich fast von selbst, dass wir die Anmeldegebühr gespendet haben. Ich hoffe, der Verein überlebt diese Zeit und kann nächstes Jahr den Lauf wieder ausrichten.

Für unseren Marathon haben wir uns eine tolle Strecke durch das Lausitzer Seenland ausgesucht. Und die Verpflegung wird durch unsere Radbegleitung gesichert sein.

Das Beste: im Ziel soll es dann ein super Picknick geben. Das ist ja mittlerweile wieder erlaubt. Sogar T-Shirts haben wir uns bedrucken lassen. Mit unserem eigenen Lauflogo.

Nun der 20.Juni immer näher und ich kann es kaum erwarten. Unser inoffizieller Marathon startet bald. Nur noch zwei Wochen.

Jetzt bin ich auch ein Marathoni

Yeah, ich habe es geschaft. Ich habe meinen ersten Marathon gefinished. Es war richtig toll. Wir haben zusammen einen wunderschönen Tag verbracht. Und waren zu Recht stolz auf unsere Leistung.

Mein erster Marathon – Ich bin jetzt auch ein Finisher

Glücklich im Ziel
Zusammen eine tolle Zeit haben

Egal was passiert – mach das Beste draus

Und was ist nun mein Zwischen-Fazit aus diesen verrückten Zeiten? Annehmen was ist, das Beste draus machen und nicht alles zu ernst nehmen. Manchmal entwickeln sich ganz tolle Geschichten, die ohne diese „Krise“ wahrscheinlich nie zu Stande gekommen wären.

Was habt ihr bis jetzt im legendären Jahr 2020 im Laufbereich erlebt? Was unternehmt ihr, um trotz Corona weiter zu laufen. Und wenn es noch nichts gab, dann überlegt Euch was. Davon kann man dann auf alle Fälle seinen Enkeln am Lagerfeuer erzählen.

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