Trotz Corona weiter laufen

Trotz Corona weiter laufen
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  • Beitrag zuletzt geändert am:29. April 2021

Trotz Corona weiter laufen

Das Jahr 2020 ist für alle ein schwieriges Jahr. Auch für uns Läufer. Wie du trotz Corona weiter laufen kannst, will ich dir heute zeigen.

Wir Läufer können dieses Jahr vielleicht keine Wettkämpfe mehr laufen. Zu mindestens an keinem der großen Rennen teilnehmen. Dafür sprießen virtuelle Angebote wie Pilze aus dem Boden und werden sehr gut angenommen. Und diese Ideen helfen sicher vielen Veranstaltern durch diese Zeit. An zumindest einem dieser Läufe wollte ich teilnehmen. Die Frage war nur, an welchem?

Mein erster virtueller Lauf – zusammen mit den Fröschen in die Nacht

Zu diesem Zeitpunkt trudelte eine E-Mail vom Ausrichter des Froschlaufs in Biehla in meinem Postfach ein. Ein Angebot, den Froschlauf in virtueller Form zu absolvieren. Bei diesem Lauf sind meine Lauffreunde und ich im letzten Jahr gestartet. Was für ein toller, kleiner Lauf. Deshalb wollten wir den Verein so gerne unterstützen. Für den virtuellen Lauf hat sich der Veranstalter etwas richtig Witziges ausgedacht. Es gibt kreative Aufgaben, die man lösen muss. Eine dieser Aufgaben ist das Basteln von lustigen Fröschen aus Papier, wie man sie aus Kindertagen kennt. Mit dem Ergebnis der Bastelarbeit soll sich der Läufer nach dem Absolvieren der 9,6 Kilometer langen Strecke fotografieren und das Foto dann auf die Homepage des Laufveranstalters laden. Hier können diese Bilder dann bewertet werden. Die beliebtesten Fotos sind dann die Sieger des Laufs und bekommen die begehrte Froschpokale. Und außerdem bekommt jeder Läufer eine Urkunde und eine kleine Überraschung. Und das Ganze kostet nur 4 Euro. Da wollen wir dabei sein.

Sobald wir unseren Froschlauf absolviert haben, will ich hier davon berichten. Hier geht’s zur Webseite des Vereins https://www.froschlauf.de

Im nächsten Beitrag werde ich von unserer Teilnahme berichten.

Ein eigener Marathon – Corona macht‘s möglich

Die Teilnahme am virtuellen Froschlauf ist nicht die einzige Möglichkeit, die ich nutze, um trotz Corona weiter zu laufen.

Sicher hattet ihr euch dieses Jahr vielleicht auch neue (große oder kleine) Ziele überlegt. Und sicher haben die Ereignisse dieses Jahr euch einen großen, fetten Strich durch die Rechnung gemacht.

2020 sollte auch mein Jahr werden. Diese tolle Jahreszahl. Ich wollte meinen ersten Marathon laufen. Ich wusste auch schon lange, welcher es sein sollte. Der Himmelswegelauf bei Nebra. So eine schöne Medaille. Die und nur die wollte ich für meinen allerersten Marathon. Ich fand auch schnell Mitstreiter, meine Lauffreunde Thomas und Sandy. Gemeinsam mit diesen erfahrenen Marathonis wollte ich das große Ziel angehen.

Ein Trainingsplan war recht schnell erstellt und ich fieberte dem Start des Trainings entgegen. In der Zwischenzeit entwickelte sich allerdings die nun überall präsente Pandemie und immer mehr Laufveranstaltungen wurden abgesagt. Aber der Himmelswegelauf war ja erst am 20. Juni und bis dahin glaubten wir, ist der Spuk sicher vorbei.

Ich stieg sehr motiviert ins Training ein, die ersten langen Läufe absolvierten wir zu dritt. Auch als immer klarer wurde, dass auch unser Event abgesagt werden könnte, blieb ich eisern dabei. Ich laufe den Marathon, zur Not auch allein. Aber da hatte ich die Rechnung ohne meine Lauffreunde gemacht. Natürlich laufen wir den Marathon und natürlich auch gemeinsam. Yeah.

Lange Läufe – zusammen mit anderen ein Kinderspiel

An einigen Wochenenden verabredeten wir drei uns mit einer weiteren Familie zu langen Läufen an den unterschiedlichsten Orten. Immer dabei, eine tolle Fahrradbegleitung durch Familienmitglieder. Nie hätte ich gedacht, dass mit so verschiedenen Menschen so tolle Erlebnisse möglich sind. Und während dieser Lauf und Bike Touren wuchs die Idee für einen eigenen Marathon immer weiter. Wir hatten nun sogar einen weiteren Teilnehmer für unseren Lauf, plus drei neuen Begleitern.

Der Veranstalter vom Himmelswegelauf hatte die angemeldeten Teilnehmer angeschrieben. Er bot an, die Anmeldegebühr zu spenden, den Betrag für die Anmeldung nächstes Jahr zu nutzen oder das Geld zurück zu bekommen. Da ich ja so scharf auf die Medaille war, habe ich mir gedacht: Warum nicht einfach mal anfragen? Ich habe also den Verein angeschrieben und von unseren Plänen berichtet. Ob es möglich wäre, die Medaillen und die Urkunden zu bekommen? Und wisst ihr was? Am selben Abend habe ich eine richtig freundliche Antwort bekommen. Die Medaillen wären schon in der Post und im Anhang der Mail fand ich die Vorlage für die Urkunde. Ich war überwältigt von dieser Antwort. Ich hatte mir gar nicht so wirklich einen Erfolg versprochen und nun das. Eine Woche später hatte ich die Medaillen in unserem Briefkasten. Sogar eine mehr für unseren Vierten im Bunde. Jetzt habe ich eine Riesenüberraschung für meine Freunde, denn die wissen noch nichts. Es versteht sich fast von selbst, dass wir die Anmeldegebühr gespendet haben. Ich hoffe, der Verein überlebt diese Zeit und kann nächstes Jahr den Lauf wieder ausrichten.

Für unseren Marathon haben wir uns eine tolle Strecke durch das Lausitzer Seenland ausgesucht. Und die Verpflegung wird durch unsere Radbegleitung gesichert sein. Das Beste: im Ziel soll es dann ein super Picknick geben. Das ist ja mittlerweile wieder erlaubt. Sogar T-Shirts haben wir uns bedrucken lassen. Mit unserem eigenen Lauflogo.

Nun der 20.Juni immer näher und ich kann es kaum erwarten. Unser inoffizieller Marathon startet bald. Nur noch zwei Wochen. Und ich werde euch natürlich berichten, wie es war.

Willst du mehr erfahren? Hier ist der ausführliche Bericht.

Glücklich im Ziel

Egal was passiert – mach das Beste draus

Und was ist nun mein Zwischen-Fazit aus diesen verrückten Zeiten? Annehmen was ist, das Beste draus machen und nicht alles zu ernst nehmen. Manchmal entwickeln sich ganz tolle Geschichten, die ohne diese „Krise“ wahrscheinlich nie zu Stande gekommen wären.

Was habt ihr bis jetzt im legendären Jahr 2020 im Laufbereich erlebt? Was unternehmt ihr, um trotz Corona weiter zu laufen. Und wenn es noch nichts gab, dann überlegt Euch was. Davon kann man dann auf alle Fälle seinen Enkeln am Lagerfeuer erzählen.

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