Mein Faszienball – klein, aber oho

Mein Faszienball - klein, aber oho. Mit diesem kannst du schnell und einfach Verspannungen und Triggerpunkte lösen
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  • Beitrag zuletzt geändert am:1. August 2021

Ein Faszienball ist ein hervorragender Helfer bei Verspannungen im Gesäß und Oberschenkelbereich. Während du mit der bekannteren Faszienrolle dein Bindegewebe großflächig lockerst und massierst, kannst du mit dem Faszienball punktgenau deine Schmerzen wegmassieren. Wer zum Beispiel viel läuft, hat oft auch Probleme im Bereich des Gesäßes oder der Oberschenkel. Hier kann der Faszienball wahre Wunder bewirken.

Oft sind es die kleinen Dinge im Leben, die Großes bewirken. So ein kleines Ding ist der Faszienball. Faszienrollen kennst du sicher bereits. Und natürlich habe ich auch eine zu Hause. Allerdings rolle ich damit meistens mit meinem Rücken darauf herum. Das ist ein herrliches Gefühl und eine tolle Massage.

Die Rollen haben aber auch ihre Grenzen. Und zwar dann, wenn es um die zielgenaue Behandlung von Schmerzen geht. Hast du schon einmal etwas von Triggerpunkten gehört? Das sind druckempfindliche Verhärtungen im Gewebe, die Schmerzen auslösen.

Diese können unter anderem in den Muskeln, Sehnen und Bändern entstehen. Durch Massagen können diese Verhärtungen wieder aufgelöst werden. Dann verschwinden auch die Schmerzen.

Der Faszienball – Liebe auf den ersten Blick

Ich habe meinen Ball jetzt circa ein Jahr. Bei meinen Vorbereitungen zum Marathon im Frühjahr letzten Jahres hatten sich Schmerzen in meinem linken Fuß eingeschlichen. Erst nur ab und zu. Später traten die Schmerzen bei jedem Lauf ab ca. Kilometer 8 auf. Sie waren jedoch nie so stark, dass ich mein Training abbrechen musste.

Nach meinem Marathon trainierte ich noch ein Weilchen weiter. Allerdings gesellten sich jetzt auch noch Schmerzen in beiden Oberschenkeln am Po-Ansatz hinzu. Jetzt musste mir eingestehen, dass ich eine Laufpause brauchte.

Die Pause war gut für meinen Fuß. Nach vier Wochen stieg ich wieder langsam ins Lauftraining ein. Was allerdings blieb, waren die ziehenden Schmerzen in den Oberschenkeln.

Ich suchte mal wieder nach den Ursachen. Meine Schmerzen lagen wie gesagt im Bereich der hinteren Oberschenlel am Poansatz. Von dort aus bekam ich ziehende Schmerzen, sobald ich mehr als 5 bis 6 Kilometer lief. Zum Glück wurde ich bei meiner Recherche schnell fündig.

Der Tennisball war einfach zu schwach

Anscheinend waren die Ursache für alle meine Probleme verkürzte oder verklebte Faszien. Du weißt noch nicht, was genau diese Faszien sind?

Wenn ich dir den deutschen Begriff sage, wird es dir sicher klar.Faszien sind nämlich schon viel länger als unser Bindegewebe bekannt. Und dieses Gewebe stützt deinen Körper und gibt ihm Struktur. Ohne Faszien würdest du einfach auseinanderfallen.

Mit meiner Faszienrolle konnte ich vor allem größere Muskelbereiche massieren. Aber die gezielte Massage meiner Schmerzpunkte war damit schwieriger.

Deshalb versuchte ich mein Glück mit einem Tennisball. Das funktionierte am Anfang super. Leider hatte der Ball nicht so viel Glück. Ich habe ihn platt gemacht. Er war einfach zu schwach.

Mein Faszienball – klein, aber extrem belastbar

Mein Faszienball - ideal für Läufer
Jeden Abend ein paar Minuten auf dem Ball rollen – das geht fast nebenbei

Es war klar, ich brauchte etwas Stärkeres. Deshalb kaufte ich mir einen richtigen Faszienball. Zwei Größen standen zur Auswahl. Klar, dass ich den größten haben musste. Für meine Oberschenkel und den Po-Bereich ist dieser optimal.

Hast du eher Probleme im Schulterbereich, würde ich dir aber den kleineren Ball empfehlen. Knapp 10 Euro wechselten den Besitzer und der schwarze Helfer landete in meiner Handtasche.

Diesen Kauf habe ich bis heute nicht bereut. Denn meine Schmerzen sind fast vollständig verschwunden. Und sobald es wieder schmerzt, setze ich mich für 10 Minuten auf den Faszienball.

Der Faszienball – besonders für Po und Oberschenkel

Der Faszienball - endlich schmerzfrei laufen
Der Faszienball hilft, Verspannungen zu lösen

Wie nutzt du am besten den Faszienball? Das ist denkbar einfach. Leg ihn auf den Boden und setzte dich vorsichtig darauf. Deine Beine und Füße stützen dich dabei ab. Jetzt fängst du vorsichtig an, auf dem Ball herumzurollen. Wenn du an einen Punkt kommst, der mit Schmerz reagiert, halte kurz inne.

Lass dich jetzt etwas tiefer sinken. Es darf ruhig etwas weh tun. Versuche den Schmerz auszuhalten. Atme aber weiter ruhig und entspannt. Wenn der Schmerz nachlässt, kannst du dich entweder etwas tiefer sinken lassen oder wieder ein Stückchen weiterrollen. Bis du wieder einen Punkt findest, der verspannt ist.

So kannst du deinen ganzen Oberschenkel und vor allem deinen Po bearbeiten Je öfter du das machst, umso besser. Und je länger und intensiver du in den Schmerz arbeitest, desto besser kann sich der Muskel wieder entspannen. Auch deine Faszien werden wunderbar gelockert und vorhandene Verklebungen gelöst.

Der Vorteil des Balls gegenüber der Rolle? Diese Triggerpunkte erreichst du ganz gezielt. Mit deinem Ball kannst du dich Millimeter um Millimeter vorarbeiten.

Der Faszienball – Den Rücken entzücken

Es gibt noch einen Körperteil, der sich besonders über eine Massage mit dem Faszienball freut. Es ist dein Rücken, vor allem der Bereich zwischen deinen Schulterblättern. Gerade wenn du viel am Schreibtisch arbeitest, ist der Bereich zwischen den “Flügeln” sehr oft verspannt.

Für eine gezielte Lockerung kannst du dich im Stehen oder im Sitzen massieren. Ich stelle dir beide Varianten vor. Besonders bei der Massage im Liegen ist ein kleinerer Faszienball besser geeignet.

Massage im Stehen

  • Stelle dich aufrecht an eine Wand oder an eine Tür
  • Klemme jetzt deinen Faszienball zwischen oberen Rücken und Wand
  • Bewege dich langsam auf und ab
  • wenn du einen Punkt kommst, der stärker auf den Druck reagiert, lehne dich hier fester an
  • du kannst jetzt auf diesem Punkt kreisen
  • je länger du den Punkt massierst, desto besser löst sich die Verspannung auf
  • bewege dich weiter zum nächsten Triggerpunkt

Massage im Liegen

  • Lege dich auf den Rücken
  • winkle deine Beine an und stütze dich mit den Unterarmen ab
  • platziere den Ball zwischen deine Schulterblätter
  • beginne nun mit ganz kleinen Bewegungen auf dem Ball zu kreisen

Der Faszienball – das ideale Geschenk

Geschenke, die von Herzen kommen, müssen nicht teuer sein. Dein Laufkumpel oder deine Lauffreundin hat Geburtstag? Dann verschenke doch diesen kleinen Helfer. Am besten bereitest du noch gesunde Pralinen zu und verpackst diese in einem schönen Glas. Ich kann dir garantieren, die Freude wird riesig sein.

Passt in jeden Koffer

Da der Faszienball so klein ist, kannst du in perfekt in deinen Koffer packen. Wenn du im Urlaub bist, hast du sicher etwas mehr Muse, um den Ball zu nutzen. Oder du beginnst im Urlaub mit der regelmäßigen Anwendung.

Leg den kleinen neben deine Couch

Damit ich jeden Tag an die Übungen denke, liegt mein Ball im Wohnzimmer. Wenn ich abends noch etwas fernsehe, setzte ich mich ganz schnell mal auf den Ball. Das macht sich viel besser, als auf der Rolle zu liegen.

Wenn du deinen kleinen Helfer in deiner Nähe hast, ist es einfacher, die Übungen regelmäßig durchzuführen. Das Beste daran ist: diese Übungen fühlen sich nicht nach Training an.

Kleiner Helfer für große Wirkung

Ich kann dir diesen runden Freund also wirklich empfehlen. Am besten rollst du jeden Tag für ein paar Minuten deine Triggerpunkte aus. Und in ein paar Wochen wirst du vielleicht bei folgendem Gedanken ertappen:

Mensch, ich hatte doch Schmerzen. Ich habe gar keine mehr. Wann sind die den verschwunden?

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Also, worauf wartest du?

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