Laufen bei Regen – die 10 besten Tipps

Laufen bei Regen
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  • Beitrag zuletzt geändert am:29. April 2021

Klar, Laufen bei Regen ist für jeden von uns eine Herausforderung. Aber wenn du es schaffst, auch bei schlechtem Wetter zu laufen, wird sich das für dich definitiv lohnen.

Jeden Tag an dem du deine Laufschuhe trägst, ist ein guter Tag.

Sean Astin

Laufen bei Regen – denn du bist ja nicht aus Zucker

Zugegeben, an einem sonnigen, warmen Frühlingstag laufe ich auch viel lieber. Aber es kann ja nicht immer Frühling sein. Das macht ja auch den Reiz in unseren Breitengraden aus.

Das Wetter ist immer anders und sorgt schon dadurch für eine willkommene Abwechslung. Und Abwechslung ist für dein Lauftraining extrem wichtig.

Allgemeine Tipps, um dich zum Laufen zu motivieren, habe ich ja bereits hier gegeben. Die können dir natürlich auch bei Regenwetter helfen.

Wenn du aber weißt, wie effektiv Laufen im Regen sein kann, wirst du den nächsten Schlechtwettertag regelrecht herbeisehnen.

1. Laufen bei Regen aktiviert dein Immunsystem

Grundsätzlich stärkt Laufen dein Immunsystem. Du kannst diesen Effekt aber noch toppen, indem du bei Regen läufst.

So richtig widerstandsfähig wirst du nämlich erst dann, wenn du auch im Regen oder bei kalten Temperaturen laufen gehst.

Denn dabei verbesserst du deine Thermoregulation. Damit ist dein Körper besser in der Lage, Extremtemperaturen auszugleichen. Während er Sommer efizienter abkühlt, hält er dich im Winter ordentlich warm.

2. Laufen bei Regen macht dich stolz

Graue Wolken, der Wind peitscht, immer wieder ziehen Regenschauer vorbei.

Dabei stand doch heute ein Trainingslauf in deinem Plan. Aber es ist so ungemütlich da draußen. Und das Sofa lockt. Sogar auf Hausarbeit hättest du heute mehr Lust als auf Laufen.

Und ganz ehrlich: Wer geht den bei so einem Mistwetter schon raus? Ich denke, du kennst die Antwort.

Die richtigen Läufer*innen, die gehen raus.

Und du gehörst doch auch dazu, oder? Ein bisschen Regen kann dich nicht abschrecken.

Also, denk nicht weiter nach. Kram deine Regenlaufsachen raus. Und dann einfach raus vor die Tür und dem Regen mit erhobenem Haupt entgegen gelaufen.

Es sollte jetzt aber kein Tempotraining sein, wenn du durch den Regen läufst. Besser und sicherer ist es, bei lockerem Tempo den Regentropfen lauschen, das Platzschen der Füße in eine Pfütze zu spüren und die Ruhe da draußen genießen.

Und dieses Gefühl, über das Wetter erhaben zu sein. Stärker zu sein als die daheimgebliebenen.

Wenn du dann nach Hause kommst, die nassen Sachen abstreifst und unter der Dusche stehst, dann kannst du zu Recht stolz auf dich sein.

Du bist nicht aus Zucker.

3. Laufen bei Regen – Ein Booster für deine mentale Stärke

Wenn du es schaffst, auch bei richtig miesem Wetter zu laufen, dann wirft dich auch sonst nichst so schnell aus der Bahn.

Stell dir vor, du hast dich zu deinem Traummarathon angemeldet. Aber gerade an diesem Tag regnet es in Strömen. Eins steht fest, der Marathon wird wegen Regen nicht abgesagt.

Und du sagst auch nicht ab. Weil du weißt, dass du es kannst.

Auf dem Blog Intotrain habe ich einen besonders coolen Tipp für dein Lauftraining entdeckt.

Silke empfiehlt, ganz bewusst einen Regentag für das Training deiner mentale Stärke zu nutzen. Am besten, du bist an solch einem Tag ein wenig unausgeschlafen, also nicht unbedingt in Höchstform.

Um es so richtig auf die Spitze zu treiben, wählst du auch noch eine schreckliche Strecke, die dich so richtig nervt. Zum Beispiel entlang einer lauten Straße.

Und dann kämpft du dich da durch. Wenn du das geschafft hast, bist du ein ganzes Stück stärker geworden.

Nach dieser Herausforderung kannst du dich mit gutem Gewissen ganz genüßlich auf der Couch in eine warme Decke einrollen und Schokolade mampfen.

4. Regen ist keine Ausrede für eine ausgefallene Laufeinheit

Bist du eine Läufer*in, die ambitioniert trainiert? Das heißt, du läufst nicht nur mal so, wenn es gerade passt, sondern du trainierst nach Plan?

Aber auch wenn das nicht der Fall ist und du “nur” regelmäßig 3 oder 4-mal pro Woche läufst, ist ein ausgefallener Lauf immer ärgerlich.

Es gibt ja auch Regentage, aus denen ganze Regenwochen werden. Und was dann? Du willst doch nicht ernsthaft mehrere Wochen aussetzen, oder?

5. Laufen bei Regen – ein Fest für die Sinne

Jeder weiß, wie gut Regen riecht. Die nasse Erde, die regenfeuchten Wiesen. Und vor allem diese klare, reine Luft nach einem Regenschauer.

All der Staub und der Dreck sind weggewaschen. Wenn du an so einem Tag läufst, bekommst du beste Luft in deine Lungen. Mhhh, so fühlt sich Leben an.

Besser ist eigentlich nur noch ein Lauf bei Regen im Sommer. Bist du schon einmal barfuß durch den Regen gelaufen. Wenn der Aphalt noch warm ist und du diesen weichen Regen auf der Haut spürst.

Das ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl.

6. Laufen bei Regen macht richtig Spaß

Kannst du dich an deine Kindheit erinnern? Hat dich da Regen aufhalten können, nach draußen zu gehen. Am besten waren doch die Pfützen, in die man rein springen konnte.

Sei für kurze Zeit wieder dieses Kind und hab einfach mal Spaß. Spiele draußen. Spring über die Pfützen, genieß das schmatzende Geräusch. Und zum Ende deines Laufs patsch doch einfach mal so richtig rein.

Sei unvernünftig.

Laufen bei Regen – die 10 ultimativen Tipps für viel Spaß an einem Regenlauf

Auf alles kann man sich nicht vorbereiten. Wenn dich unterwegs ein Regenschauer erwischt – Pech gehabt. Dann heißt es, weiter und durch. Ich persönlich finde es gar nicht schlimm, vom Regen überrascht zu werden.

Denn dann bin ich bereits warm gelaufen, schwitze vielleicht eh schon. Ob dann nun die Nässe von innen oder außen kommt, spielt auch keine große Rolle.

Wenn du aber weißt, dass es ein Lauf bei Regen wird, helfen dir die richtige Ausrüstung und meine Tipps, das Beste aus deinem Training herauszuholen.

Tipp 1 -Die richtige Kleidung

Am Wichtigsten ist eine gute Laufjacke. Und die ist gar nicht so einfach zu finden. Denn zum einen soll sie vor Nässe von außen schützen. Zum anderen den Schweiß von innen nach außen transportieren.

Bei Regenjacken kommt es auf eine gute Qualität an. Zum einen ist hochwertiges atmungsaktives Material notwendig, zum anderen muß die Verarbeitung tatellos sein. Zum Beispiel müssen die Nähte perfekt verklept werden, um keine Nässe hereinzulassen.

Ich muss leider zugeben: Die perfekte Jacke habe ich noch nicht gefunden. Vor Jahren hatte ich mal eine von einem Discounter (sagt dir der Name “Plus” noch etwas ?). Die war wirklich toll, hat aber nach 15 Jahren den Geist aufgegeben.

Wenn du einen guten Tipp für mich hast, schreib es mir doch bitte unten in den Kommentar.

Tipp 2 – Eine Kappe schützt deine Brille

Das finde ich persönlich am nervigsten – Regen auf der Brille. An manchen Tagen brauche ich sie nicht unbedingt, dann stecke ich sie in meine Jackentasche. (Das ist natürlich keine gute Lösung)

Aber oft will ich doch mit Brille laufen, weil ich mich dann sicherer fühle.

Deshalb habe ich mir ein Basecap zugelegt. Das sieht zwar ziemlich bescheuert an mir aus, aber es schützt meine Brille und hält den Kopf trocken.

Es gib aber echt noch schickere Basecaps. Ich werde mir mit Sicherheit noch eine andere holen. Ich hab schon mal Ausschau gehalten und meine Wunschliste gefüllt.


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Tipp 3 – Extra Socken einpacken

Auch ein Tipp, denn ich noch gar nicht kannte. Aber der macht voll Sinn. Steck dir einfach ein zweites Paar Laufsocken ein.

Dann kannst du nach einem plötzlichen Regenschauer die Socken wechseln. Damit sind zumindest deine Füße wieder trocken und du schützt dich zusätzlich vor Blasen.

Falls du aus Versehen in eine tiefe Pfütze trittst, kann dir ein trockenes Paar Socken den Lauf retten.

Tipp 4 – Laufsocken machen einen Unterschied

Was für Läufe bei trockenem Wetter gilt, ist bei Regenwetter noch wichtiger. Laufsocken sind besser als normale Strümpfe zum Laufen geeignet.

Sie halten deine Füße trocken, indem sie den Schweiß nach außen transportieren. Noch besser sind Zehensocken, da diese auch noch die Zehen voneinander trennen. Da kann dann auch nichts mehr reiben.

Ich besitze mehrere von diesen lustigen Socken, da ich als Barfußläuferin auch ein paar Fivefingers mein Eigen nenne.

Aber gerade bei nassen Wetter sind sie auch für normale Laufschuhe eine super Option. Willst du es einmal probieren? Dann hol sie dir doch gleich, um für den nächsten Lauf gewappnet zu sein.


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Tipp 5 – Sicherheit geht vor

Hast du dich als Autofahrer auch schon mal erschrocken, weil plötzlich ein Läufer die Straße überquert hat, den du vorher nicht gesehen hast.

Es ist richtig schwer, im Regen Auto zu fahren und die Fußgänger zu erkennen.

Deshalb mach es den anderen leicht, dich zu sehen. Das gilt vor allem bei Läufen in der Stadt.

Nicht umsonst haben Laufjacken viele Reflekoren. Achte schon beim Kauf darauf.

Oder du holst dir praktische Magnetclips, die du auch gut für Spaziergänge bei schlechten Sichtverhältnissen oder für deine Kinder im Straßenverkehr nutzen kannst. Auch auf dem Fahrrad wirst du damit noch besser gesehen.


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Tipp 6 – hol dir eine Wetter-App

Wenn es wie aus Gießkannen regnet, dann starte ich auch nicht ins Laufen. Gleich nach den ersten paar Metern voll durch bis auf die Unterwäsche sein – darauf habe ich auch keine Lust.

Ich schaue dann lieber, ob der Regen in ein paar Minuten oder Stunden etwas nachlässt.

Mir reicht dafür eigentlich das Google-Wetter, um ein Zeitfenster mit weniger Regen herauszupicken.

Noch besser sind Apps, die nur das Regenradar zeigen. Da kannst du dann genauer herausfinden, ob es nicht besser ist, erst in einer Stunde loszulaufen.

Denn klug geplant ist halb gewonnen. Hier findest du eine Übersicht zu aktuellen Wetterapps.

Tipp 7 – Mit Klebeband hält (fast) alles

Das ist ein ganz neuer Tipp – auch für mich. Klebeband an die Laufschuhe kleben, um das Wasser nicht durchzulassen – geniale Idee. Das probiere ich heute aus. Zum Glück regnet es gerade.

Hat es funktioniert? Nein, überhaupt nicht. Nach 2 Kilometern ist das Tape vom linken Schuh verschwunden, nach einem weiteren flatterte das Rechte davon.

Das könnte natürlich am billigen Klebeband liegen. Da ich die Idee aber immer noch super finde, versuche ich es demnächst mit einer besseren Qualität noch einmal.

Ich werde dir berichten, ob es damit besser funktioniert.

Tipp 8 – Die richtige Musik

Musik ist immer ein goldwerter Tipp, wenn deine Motivation nicht besonders groß ist.

Mach dir eine Playlist, die du nur für harte Lauftage nimmst. Songs, die dich puschen und die dir auf jeden Fall gute Laune machen.

Mach die Musik bereits beim Anziehen an, dann kannst du das Training kaum erwarten.

Tipp 9 – Laufen mit Freunden

Besser kannst du nicht durch den Regen laufen. Wie oft war ich schon zum Laufen verabredet. Wenn es dann nach Regen aussah und ich vielleicht eher für verschieben war, dann half ein kurzes Telefonat meiner Motivation schnell auf die Sprünge:

Los, komm. Wir laufen trotzdem. Der Regen zieht sicher gleich weiter.

Außerdem ist es ist ein irres Gefühl, nebeneinander im Gleichklang der Schritte durch einen nieseligen Nachmittag zu laufen.

Ich habe eine besonders schöne Erinnerung an ein Lauftraining mit meiner Laufgruppe. Im warmen Sommerregen liefen wir kleine Runden durch den Wald. Bergauf, bergab.

Es fühlte sich wie Laufen im Amazonas an. Vor mir Läufer, die im Nass verschwammen. Hinter mir das platzschende Geräusch von Laufschuhen. Und ich mitten drin in dieser nassen, warmen Welt.

Nach dem Training bahnte sich die Sonne einen Weg durch die Bäume. Mit nassen Klamotten grinsten wir uns an. War das ein herrliches Training!

Tipp 10 – Meditation beim Laufen

Hast du schon mal versucht, zu meditieren? Ich ja. Und hab es höchstens 5 Minuten ausgehalten. Wenn überhaupt.

Laufen kann ich aber lange. Warum nicht einfach mal beides zusammen versuchen. Meditaion muß ja nicht heißen, dass du dabei sitzt.

Ein Lauf bei leichtem Regen bietet sich dafür perfekt an. Tempotraining ist ja sowieso nicht angesagt.

So kann es gehen:

Luf ganz locker los und finde einen gleichmäßigen Rhytmus. Lenke nun deine Aufmerksamkeit auf deine Füße. Fühle in die einzelnen Schritte hinein. Wie ist der Untergrund beschaffen?

Beginne dich auf deinen Atem zu konzentrieren. Zähle bis 3 und atme dabei durch die Nase ein. Dann zählst du bis 3 und atmest durch den Mund wieder aus. Du kannst auch einen anderen Rhytmus wählen. Beispielsweise zählst du nur bis 2, oder aber z. B. bis 4 oder 5. Das hängt von deinem Lauftempo und deinem eigenen Gefühl ab.

Hat sich dein Atem eingespielt und in dir ablenkende Gedanken auftauchen, vertiefe dich nicht weiter in sie. Lass sie einfach weiterziehen.

Richte deinen Fokus wieder auf deinen Atem und deinen Laufrhythmus.

Lass deine Gedanken mit jedem Schritt hinter dir. Spüre deinen Körper und die rhythmische Bewegung. Was macht der Regen auf deiner Haut? Wie hören sich die Geräusche an?

Sei bei dir und vollkommen präsent.

Nach diesem Lauf wirst du geerdet und entspannt wieder im Hier und Jetzt angkommen.

Tipp 10 – Belohnung

Du hast es geschafft. Du bist bei diesem Hundewetter vor die Tür gegangen. Yeah. Klopf dir jetzt ruhig mal auf die Schulter.

Dafür solltest du dir jetzt aber auch etwas Schönes gönnen. Am besten, du überlegst dir schon vor dem Lauf etwas, worauf du dich den ganzen Weg freuen kannst:

  • ein herrliches Vollbad mit ganz viel Schaum
  • einen tollen Film schauen
  • ein leckeres Essen – zum Beispiel einen riesigen Teller Spagetti
  • Nasch mal wieder, denn das macht Spaß im Mund

Die beste Belohnung wirst du aber von innen spüren. Gut durchblutet mit einem entspannten und zufriedenen Geist – besser kannst du dich nicht fühlen.

Wenn es also demnächst mal wieder regnet, klatsch in die Hände und nutze diese Chance.

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Also, worauf wartest du?

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    Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

    1. Dorit Flor

      Oh ja – Laufen bei Regen ist wirklich ein Booster für die mentale Stärke und macht Spaß. Als ich das letzte Mal bei Nieselregen losgelaufen bin, kam ein regelrechter Schlechtwettersturm vorbei (da half auch keine Kappe mehr gegen Regentropfen auf der Brille). Hinterher hab ich mir dann gesagt: So, ab jetzt bist du keine Schönwetterläuferin mehr! ^^
      Und das heiße Bad hinterher hat ganz besonders gut getan.

      1. Andrea Kuschan

        Ja, so ist es. Ich fühle mich nach so einem “Kampf mit den Naturgewalten” auch unglaublich stark und stolz.
        Wenn man als Läuferin nicht vom schönen Wetter abhängig ist, das fühlt sich schon gut an.

        Und du hast vollkommen Recht: Wer will schon eine Schönwetterläuferin sein. Das klingt ja wie Turnbeutelvergesser oder Warmduscher 😉 (Ich dusche heiß….)

        Viele Grüße
        Andrea