Lauf in den Mai – auf Entdeckertour im Spreewald

Lauf in den Mai – auf Entdeckertour im Spreewald

Unser Lauf in den Mai wird uns endlich mal wieder in den Spreewald führen. Warst du schon einmal im Spreewald? Nein? Dann solltest du das unbedingt auf deine Liste der Reiseziele für die nächste Zeit aufnehmen. Irgendwann wird das ja wieder möglich sein.

Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus, da bleibe, wer Lust hat, mit Sorgen zuhaus.

Wie die Wolken dort wandern am himmlischen Zelt, so steht auch mir der Sinn in die weite, weite Welt.

Emanuel Geibel

Im Südosten von Brandenburg gelegen, bietet der Spreewald eine einzigartige Natur- und Kulturlandschaft. In den letzten Jahren hat sich das Bild des Spreewalds noch einmal kräftig gewandelt. Die größeren Stadte wie Burg und Lübbenau haben sich ganz auf den Tourismus eingestellt.

Das bringt zu normalen Zeiten natürlich auch viel Trubel in die Region, aber das Geld wird gebraucht. Wenn du es aber ruhiger haben willst, musst du nur ein wenig wandern oder Fahrradfahren. Das beliebteste Fortbewegungsmittel ist aber das Paddelboot. Unzählige Paddler bevölkern zur Hauptsaison die Spree mit ihren viele Nebenarmen.

Doch wir waren nicht zum Paddeln gekommen, sondern zum Laufen. 30 Kilometer haben wir uns für heute vorgenommen.

Lauf in den Mai

Lauf in den Mai – Startpunkt Therme in Burg

Ach ja, die Therme. Ich habe schon viele Thermen getestet, aber Burg hat die schönste. Wenn hier wieder geöffnet wird, dann kann ich dir nur empfehlen, diese einmal auszuprobieren. Ein paar Stunden im großzügigen Saunabereich reichen, um deine Akkus wieder aufzuladen.

Über Leipe nach Lehde

führte uns unsere erste Etappe. Das Wetter hatte mal wieder nicht auf den Wetterbericht gehört. Statt dicker Wolken und Regenschauern ein herrliches Frühlingswetter mit viel Sonne.

Ein Typisches  Spreewaldhaus
typisches Spreewaldhaus

Unser Weg führte uns durch hübsche, auf Hochglanz gebrachte Dörfer. Hier ist bereits alles auf den Tourismus ausgerichtet. Und das mit gutem Grund. Eine wunderschöne Gegend mit herrlicher Natur. Satte Wiesen, lichte Wälder, alles grünt und blüht.

Lauf in den Mai - auf dem Kurführstendamm
Viel Verkehr auf dem Kurfürstendamm

Entlang den Armen der Spree laufen wir durch Leipe nach Lehde. Wir unterhalten uns fröhlich mit den vereinzelten Paddlergruppen. Überhaupt ist unsere Stimmung wieder ausgelassen und beschwingt, obwohl wir diesmal einiges an Kilometern vor uns haben.

Ich denke einfach mittlerweile nicht mehr über die Länge der Strecke nach, sondern freue mich darüber, dass ich heute viel Zeit zum Laufen habe.

Lauf in den Mai
Zu normalen Zeiten ist hier alles voll mit Paddlern

Wir erreichen Leipe nach einer reichlichen Stunde. Leipe wird als Geheimtipp unter Foto- und Naturfreunden gehandelt. Der Ort zählt nur 130 Einwohnern und ist ein typisches, ursprüngliches Spreewalddorf.

Leipe selbst liegt auf einer ca. 800 Meter langen und 400 Meter breiten Schwemmsandinsel. Diese Inseln werden auch Kaupen genannt.

Weiter geht es nach Lehde. Hier ist zu normalen Zeiten richtig viel los. Heute könnten wir uns den Hafen in Ruhe ansehen. Aber dieses Mal wollen wir nicht so lange Pausen machen, also muss ein kurzer Blick und eine Trinkpause reichen.

Der Hafen von Lehde – heute ganz ruhig und beschaulich
Hier ist sonst Biergartenhochkultur anzutreffen

Von Lehde aus geht es weiter nach Lübbenau. Ab und zu müssen wir überlegen, wo es lang geht. Wir wollen nämlich heute keinen Marathon laufen.

Quo vadis – Wohin gehst

Lauf in den Mai – Halbzeit in Lübbenau

Lübbenau ist nicht mehr weit. Wir erreichen den Hafen und den wünderschönen Schloßpark in 20 Minuten. Die Hälfte der Strecke haben wir geschafft. Noch ahnen wir nicht, dass es wieder etwas länger wird.

Hier wird oft geheiratet – das Schloß in Lübbenau

Vom Schlosspark geht es zurück Richtung Burg. Wir wollen über Wotschofska laufen. Das ist eines der ältesten Ausflugsgaststätten im Spreewald und ist nur zu Fuß, per Fahrrad oder Paddelboot zu erreichen.

Wir sind jetzt mittendrin im Spreewälder Hochwald. Rund 1000 Hektar umfasst dieses UNESCO-Biosphärenreservat. Vor allem Schwarzerlen säumen den Wegesrand. Überall schlängeln sich die Kanäle durch das Waldgebiet. Die Wege sind schmal und wir müssen sehr viele Brücken überwinden.

Lauf in den Mai – Herrliche Natur im Hochwald

Laufen auf den schönsten Wegen
Lauf in den Mai - herrliche Natur im Spreewald
Ein Traum, oder?

In Wotschofska gibt es einen kleinen Snack – getrocknete Aprikosen liefern viel Energie für die letzten schweren Kilometer. Es geht jetzt nämlich auf den Plattenweg.

Dieser Weg ist unter den Teilnehmern des Spreewaldmarathons berühmt-berüchtigt. Einige Kilometer zieht sich dieser aus Betonplatten gelegte Kilometer durch die Wiesen des Spreewalds.

Wie habe ich dieses Stück bei meinem ersten Halbmarathon verflucht. Aber was uns nicht umbringt, macht uns hart.

Jetzt wir uns auch klar, dass wir auch heute weit über unser Ziel hinaus laufen müssen. 9 Kilometer bis Burg steht auf einem Wegweiser. Das letzte Stück des Weges laufen wir durch das Siedlungsgebiet von Burg.

Es gibt hier viel zu sehen, deshalb merken wir fast gar nicht, wie anstrengend der Lauf ist.

Nach 34 Kilometer erreichen wir unseren Ausgangsort. Und hier gibt es als Belohnung ein zünftiges Picknick – frisches Brot vom Bäcker, Käse, Aufstriche und Gemüse, dazu für jeden ein alkoholfreies Radler.

Du kannst dir sicher vorstellen, wie herrlich das alles nach unserem langen Lauf in den Mai geschmeckt hat.

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    Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

    1. Liane

      34km?
      Meine liebe Andrea, ich ziehe meinen Hut vor Euch! Ich habe heut knapp 4 km gemacht. Oje, da habe ich ja nix geschafft im Gegensatz zu Euch!
      Aber auch mein Läufchen war total schön! Ich habe an diesem Regentag keinen Tropfen abbekommen und sogar die Sonne schien mir zum Lauf auf die Nase! Dabei war mir schon heiß genug weil ich mal wieder viel zu warm angezogen war!
      Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Lauf!
      Sport frei!
      Deine Liane

      1. Andrea Kuschan

        Ja, aber es klingt immer anstrengender, als es dann ist. Wir laufen ja nicht zu schnell. Ich glaube, ich könnte durchaus viel weiter laufen. Das ist oft auch eine Kopfsache.

        Prima, dass du bei Regen laufen wolltest. Und es gibt sicher noch viele Möglichkeiten, nass zu werden 😜. Ich feue mich auch schon auf morgen.

        Liebe Grüße
        Deine Andrea