Heilfasten zu Hause – zurück zur Leichtigkeit

Heilfasten zu Hause – zurück zur Leichtigkeit

Sitzt dir auch der Winter noch ein wenig in den Knochen. Dir fehlt die richtige Lust, etwas zu tun? Während draußen alles anfangt zu blühen und zu wachsen, fehlt dir der gewohnte Elan?

Dann versuche doch einmal zu fasten. Das geht sogar jetzt, wo alle Angebote zum Fasten abgesagt sind. Denn du kannst auch zu Hause fasten.

Heilfasten zu Hause ist eigentlich gar nicht schwer. Ich habe es bereits 2 Mal ausprobiert. Und jedes Mal enorm davon profitiert. Und jetzt ist es mal wieder so weit. Der Frühling steht in den Startlöchern. Und mit ihm mein Wunsch, etwas Ballast abzuwerfen und mich wieder leichter und fitter zu fühlen. Ob es diesmal auch so gut klappt – ich bin gespannt.

Heilfasten – was ist das überhaupt?

Fasten ist nicht neu. Seit mehreren Tausend Jahren fasten Menschen, um Körper, Geist und Seele zu reinigen. In vielen Religionen ist das Fasten fest in den Jahresablauf integriert. So fasten die Christen 7 Wochen vor Ostern, im Judentum wird an bestimmten Tagen gefastet und im Ramadan fasten muslimische Gläubige von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang.

Aber auch aus gesundheitlichen Gründen wird gefastet. Das heute bekannte Heilfasten wurde durch den Arzt Otto Buchinger entwickelt. Durch den Verzicht auf Nahrung über einen längeren Zeitraum kann das Körpergewicht reduziert werden und vor allem über die Jahre gehalten werden. Fasten kann auch unterstützend bei vielen Krankheiten eingesetzt werden und zur Linderung oder gar Heilung beitragen.

Anders als beim totalen Fasten bekommt der Körper eine geringe Energiemenge über Gemüsebrühen und verdünnte Säfte zur Verfügung gestellt. Da diese Fastenform neben der körperlichen Ebene stark die seelische Ebene berührt, nannte Buchinger das Heilfasten auch „Diät der Seele“.

Heilfasten zu Hause – worauf du dich freuen kannst

  • Überflüssige Kilos loswerden – in unserer Gesellschaft ist Nahrung allgegenwärtig und schnell verfügbar. Unser Essen schmeckt und es schenkt uns Befriedigung. Selbst die sehr Gesundheitsbewussten unter uns können da nicht immer widerstehen. Im Laufe der Zeit kann sich da immer mehr an Gewicht ansammeln. Beim Heilfasten kannst du in kurzer Zeit diese ungeliebten Pfunde loswerden.
  • Das Halten des Gewichts fällt nach der Fastenzeit leichter. Wenn du zweimal pro Jahr fastest und dazwischen ganz gut aufpasst, kannst du dein Gewicht lebenslang im gesunden Bereich halten. Pro Fastenwoche kannst du 2 – 3 Kilo an reinem Körperfett loswerden. Selbst wenn du nach der Fastenzeit ganz langsam diese Kilos wiederaufbaust: Mit dem nächsten Heilfasten sind die wieder weg. Das ist allerdings nicht der befürchtete JOJO-Effekt einer Diät. Vielmehr kannst du damit über dein ganzes Leben dein Wohlfühlgewicht halten. Natürlich solltest du darüber hinaus dauerhaft auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten.
  • Reset für Körper und Seele – Es gibt Zeiten, da fühlen wir uns ausgelaugt, müde, schwunglos. Das Heilfasten zu Hause hat mir jedes Mal einen enormen Energieschub verpasst. Ich habe dabei viele Ideen entwickelt und Lust bekommen, etwas Neues anzugehen.
  • Durch den Verzicht auf feste Nahrung merken wir, wie wenig wir eigentlich brauchen. Das führt dazu, das wir uns unabhängiger und leichter fühlen. Allein dieser Zustand der inneren Leere, die aber nichts mit Hunger zu tun hat, kann zu Glücksgefühlen bis hin zur Euphorie führen.

Ich will dir hier aber auch die Schwierigkeiten oder möglichen Probleme nicht verschweigen. So kann es während des Fastens zu Müdigkeit, erhöhtem Kälteempfinden, Kreislaufproblemen, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Schweißausbrüche und Übelkeit kommen. (Quelle: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2014/daz-10-2014/gesundes-fasten-gefaehrliches-fasten).

Mir persönlich fällt der Entlastungstag am schwersten. Nur Obst, Gemüse und eventuell etwas Reis oder Haferflocken. Und vor allem kein Kaffee. Da sind zumindest bei mir leichte Kopfschmerzen vorprogrammiert.

In der eigentlichen Fastenzeit hatte ich eigentlich keine Schwierigkeiten. Falls es bei dir zu Probemen kommt, solltest du entweder einen Arzt aufsuchen oder das Fasten ganz abbrechen.

Was spricht für das Heilfasten zu Hause

Gesunde Menschen können zu Hause in Eigenregie fasten. Es wird oft empfohlen, die erste Fastenerfahrung unter Begleitung von ausgebildeten Fastenleitern durchzuführen. Wenn du dich damit wohler fühlst, ist das auch völlig in Ordnung.

Ich bin der Meinung, dass es das nicht unbedingt braucht. Ein gutes Buch und die vielen Internetquellen sind eigentlich ausreichend. Wichtig ist dabei, dass du wirklich gesund bist. Besser im Zweifel vorher das ok vom Arzt deines Vertrauens einholen.

Wenn du dich aber sicher in diesem Punkt fühlst, kannst du durchaus das Abenteuer Heilfasten zu Hause angehen.

Denn das hat viele Vorteile im Vergleich zur Fastenkur oder -klinik.

  • Heilfasten zu Hause ist extrem günstig. Du kaufst dir einmal die Grundausstattung im Wert von ca. 30 Euro. Damit kannst du mehrere Jahre fasten. Im Vergleich: eine angeleitete Fastenkur kostet zwischen 400 und 800 Euro. Pro Woche. Ein Aufenthalt in einer Fastenklinik kostet dann weit über 1000 Euro für 10 Tage. Natürlich hat man dann auch ein Rundum Sorglos Programm, während du zu Hause alles allein machen musst. Doch keine Angst, das ist gar nicht so viel. Das gesparte Geld kannst du dann lieber für einen tollen Urlaub mit gesunder Vitalkost investieren.
  • Du kannst es in deinen Alltag integrieren und musst nicht unbedingt deinen kostbaren Urlaub dafür opfern. Es empfiehlt sich, zumindest für die ersten Fastenerfahrungen eine nicht zu stressige Zeit zu wählen. Aber ansonsten ist ein normaler Alltag neben dem Fasten möglich.
  • Du kannst dir deine Brühen und Säfte so zubereiten, dass sie dir am besten schmecken. Ich mag zum Beispiel die fertigen Säfte nicht so gern. Aber ein frisch gepresster Möhrensaft ist eine echt geniale Sache. Und wenn ich will, „esse“ ich einfach eine halbe Schüssel mehr Brühe.
  • Du kannst deine Fastenzeit selbst bestimmen. Wenn du eine Reise buchst, steht von vorn herein fest, wie lange du fasten wirst. Wenn du zu Hause fastest, kannst du einfach ein paar Tage ranhängen, wenn dir danach ist. Für die erste Fastenwoche würde ich das zwar nicht empfehlen. Mit der nötigen Erfahrung und Sicherheit ist das aber kein Problem.
  • Du startest wann du willst, denn du musst dich nicht festlegen. Wenn etwas Wichtiges dazwischenkommt, fängst du eben ein paar Tage später an.

Wann solltest du lieber nicht allein zu Hause fasten

Heilfasten solltest du nur, wenn du wirklich gesund bist. Sollten Grunderkrankungen vorliegen, muss Fasten unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden.

Das heißt nicht, dass hier Fasten nicht von Nutzen ist. Das Gegenteil ist der Fall. Bis auf wenige Ausnahmen kann Fasten fast immer zu einer Verbesserung des Krankheitsbilds führen. Nur dann ist es eben kein Heilfasten mehr und sollte in einer Klinik unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden.

Bist du eher vorsichtig und fühlst dich unter sachkundiger Anleitung wohler, dann probiere doch eine Fastenwoche aus. Sicher hat es auch Vorteile, mit anderen Teilnehmern zusammen zu fasten und Unterstützung in der Gemeinschaft bei Problemen und Fragen zu bekommen.

Das ist auf alle Fälle besser, als es gar nicht zu versuchen. Außerdem wird dir in einer Fastenwoche ja noch mehr geboten. Du brauchst dich nicht um deine Verpflegung (Gemüsebrühe, Säfte usw.) kümmern. Oft wird so eine Woche noch durch gemeinsame Aktivitäten wie Wandern oder Yoga ergänzt. Das ist sicher auch eine tolle Erfahrung.

Wann du am besten deine Fastenkur durchführst

Eigentlich spielt es keine Rolle, wann du deine Fastenkur durchführst. Allerdings bieten sich zwei Jahreszeiten besonders an.

Im Frühjahr erneuert sich alles rund um uns. Alles startet zu neuem Leben, einer neuen Runde. Auch wir sind Teil dieses Kreislaufs.

Wenn draußen alles schwingt und schwebt, willst du dich selbst genauso leicht fühlen. Im Winter neigen viele Menschen dazu, etwas an Gewicht zuzulegen. Eine Frühjahrskur ist ideal, all das Schwere und Unnötige abzulegen und sich selbst zu erneuern.

Im Herbst hingegen zieht sich die Natur langsam zurück. Wenn wir im Herbst fasten, haben wir Gelegenheit, auch bei uns nach innen zu schauen. Wir können uns so leichter auf die dunkle Jahreszeit vorbereiten. Heilfasten kann dich sehr gut auf diese Zeit einstimmen. Außerdem beugst du damit dem ungeliebten Winterspeck vor.

Heilfasten zu Hause – was du brauchst

Das ist wie gesagt gar nicht viel. Ich gebe dir eine Übersicht über die Dinge, die ich bereits für mein erstes Heilfasten zu Hause gekauft habe. In meinem Tagebuch zeige ich dir, wofür du die einzelnen Sachen brauchst.

  • Bittersalz für die Darmreinigung von innen
  • einen Irrigator oder ein Klistier für die Einläufe
  • eine Wärmflasche für die Leberwickel
  • Basenpulver, um eventuelle Säuren auszugleichen

Dazu kommt natürlich ganz viel frisches (Bio)-Gemüse für die Brühen, hochweriger Tee, eventuell Honig und gute Säfte.

Wissen ist Macht

Es ist wichtig, dass du weißt, worauf du dich beim Fasten einlässt. Ich kann dir das Buch “Wie neugeboren durch Fasten” von ganzem Herzen empfehlen. Ich habe es bisher jedes Mal genutzt und bei Fragen immer wieder zu Rate gezogen. Mit der Hilfe dieses kleinen Buches wirst du sicher auch in der Lage sein, allein zu fasten.

Und ich bin der Facebook-Gruppe Fasten/Heilfasten nach Dr. Buchinger/Original beigetreten. Zum einen findest du dort wertvolle Hintergrundinformationen. Und du bekommst zu wirklich jedem Problem hilfreiche Unterstützung. Der Umgang ist freundlich, jedoch solltest du vor einer Frage die bereitgestellten Dateien lesen.

Heilfasten zu Hause – mein Tagebuch für dich

Jetzt geht es also für mich zum dritten Mal in die Fastenzeit. Ich möchte dir davon berichten. Aber keine Angst, das soll kein ausufernder Bericht werden. Ich möchte dir einfach zeigen, wie ich diese Zeit erlebe.

Diesmal werde ich wieder in meiner ganz normalen Arbeitswoche fasten. Ich starte im Homeoffice und wenn alles klappt, faste ich auch noch in der darauffolgenden Woche. Diese findet dann ganz normal in meiner Arbeitsstelle statt. Es wird für mich also doch eine neue Erfahrung.

Wie lange werde ich die Kraft und Lust haben zu Fasten? Wird mein Körper und mein Geist auch diesmal gut mitspielen? Oder läuft es diesmal gar nicht?

Ich bleibe einfach offen und neugierig. Bleib du es auch….

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