Was ist (d)ein Traumleben?

Ein glückliches Leben - wovon träumst du
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  • Beitrag zuletzt geändert am:18. Oktober 2021

Ein glückliches Leben ist gleichzeitig ein Traumleben. Doch was genau ist ein glückliches Leben? Brauchen wir Träume, um glücklich zu werden? Und was passiert, wenn wir unsere Wünsche unerfüllt lassen. Bei der Blogparade „Träumst Du noch Dein Leben oder lebst Du schon Deinen Traum?“ geht es um genau um diese Themen. Die Beiträge sind so verschieden wie die Menschen, die sie schreiben. Aber eins ist klar: Und ein glückliches Leben wollen wir alle haben.

Ihr wollt das alles in Erfüllung geht,
Worum es sich in euren Köpfen dreht!
Bau dir’n Haus und hark das Blumenbeet,
Und küss die Frau die an deiner Seite steht!

Song: Psychedelic Kingdom von Seeed

Glückliches Leben – Lebe ich mein Traumleben?

Puh. Was für eine Frage!

Keine Ahnung. Solche Fragen treiben mir immer den Schweiß auf meine Stirn.

Was habe ich den für Träume? Ich überlege. Und überlege. Irgendwie komme ich nicht weiter. Am besten mach ich mal ne Checkliste zu meinem Leben:

Liebe und Partnerschaft:

Ich habe einen Mann, denn ich wirklich gern habe. Mit dem ich Spaß haben kann, der zu mir steht, der mir über die vielen Jahre (über 25) ein echter Lebenspartner geworden ist. Mit dem ich jetzt sogar mein Hobby teile.

Check ✅

Kinder

Kinder: Wow, was für ein Glück ich da habe. Zwei Mädchen. Witzig, klug und lebensfroh. Wir haben nicht lange gewartet, bis wir Kinder bekommen haben. Und es nie bereut. Mit Kindern ist ein großes Stück von meinem Lebensglück erfüllt.

Check ✅

Besitz/Geld/Reichtum

Wir haben mit nichts angefangen. Ehrlich. Beide Elternhäuser haben wenig Geld. Und sind wir jetzt reich? Nee.

Ich denke aber, dass wir ein Leben in Wohlstand führen. Wir haben eine schöne Wohnung. Mit Garten. Und einen Schrebergarten. Klingt spießig, wa? Mir egal. Ich weiß nur: Mehr brauche ich nicht. Ich brauche kein Haus und unser altes Auto fährt zuverlässig.

Check ✅

Ohne Gesundheit ist alles nichts

Ein wichtiger Punkt. Vielleicht sogar der Wichtigste. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Gesundheit. Und mittlerweile auch zufrieden mit meinem Körper. Das hat zugegebenermaßen ein paar Jahrzehnte gedauert. Jetzt bin ich sehr viel fitter mit mir selbst im Reinen als mit 20.

Check ✅

Ein glückliches Leben durchs Laufen

Ein Leben ohne Laufen kann ich mir gar nicht mehr vorstellen. Es ist so sehr ein Teil von mir geworden. Wenn ich 2 bis 3 Tage nicht laufen war, kommt das mir wie eine Ewigkeit vor.

Mein Sport und meine Leidenschaft

Und ich brauche das Laufen zum Abreagieren. Laufen senkt ja nachweislich den Stresspegel. Auch für meine Seele: Beim Laufen fühle ich mich “Ganz”, da ist alles richtig.

Das laufen mit Freunden ist mein Socialising – meine Lauffreunde sind meine wichtigsten.

Ein glückliches Leben - Freunde gehören auf alle Fälle dazu
Ein glückliches Leben – Freunde gehören auf alle Fälle dazu

Beim Laufen bin ich wunschlos glücklich. Ziele habe ich natürlich noch viele. Zum Beispiel meinen ersten “offiziellen” Marathon laufen. Mein erster Marathon war zwar ein Erlebnis, dass ich nicht missen möchte, aber so richtig als Wettkampf ist es doch einen andere Hausnummer.

Check ✅

Job – der lange Weg zum Wunschjob

Ja, ja. Das ist schon immer der Punkt, an dem ich herumexperimentiert habe. Eigentlich wollte ich Landschaftsgärtnerin werden. Ausbildungsplatz hatte ich auch. Ich war in der 10. Klasse. Doch dann kam die Wende und mein Ausbildungsplatz war weg. Und ich hatte keine Ahnung, was ich machen könnte. Es gab keinen Plan B.

  • 4 Wochen Berufsausbildung zur Landwirtin. Dann bekam ich Angst vorm Melken. Peinlich, aber wahr.
  • 1 Berufsschuljahr Hauswirtschaftslehre (Mensch, waren das schlechte Zeiten!!! Das ICH so etwas wirklich gemacht habe).
  • Ausbildung Fleischfachverkäuferin. Genauer Fachverkäuferin für Wurst-und Fleischwaren. (Jetzt bin ich Vegetarierin mit einem Hang zum veganen – krass, oder?). Ich verbrachte 3 schreckliche Monate in München. Ich war soooo alleine. Also zurück nach Hause. Ausbildung abgeschlossen.
  • Erster Job (ja, noch an der Fleischtheke). 3 Monate. Das ist kein Traumjob für mich!!!
  • Schwanger. Ein bisschen vielleicht auch eine Flucht aus diesem Job.
  • Erstes Kind da. Jetzt hatte ich das erste Mal Zeit zu überlegen: Was willst ich eigentlich vom Leben? Meine Antwort: Ich will mehr.
  • Zweites Kind. Ich hole mein Abi nach. An der Abendschule.
  • Studium? Dafür reichte jetzt unser Geld nicht.
  • Durch “glückliche” Fügungen rutsche ich in eine Weiterbildung zur Softwareentwicklerin. War eigentlich für arbeitslose Ingeneure gedacht. Ist aber zum Glück erst nach einem Jahr aufgefallen, dass ich da gar nicht hin gehörte.
  • Erster Job als Softwareentwicklerin: 14 Tage habe ich mir damals gegeben. Danach würde ich mit Sicherheit auffliegen. Doch die Wochen und Monate vergingen und ich lernte jeden Tag dazu. Danke an meinen Chef, der mich einfach so eingestellt hat. Und an meine ehemalige Kollegin Kerstin, die mir die grundlegenden Dinge beigebracht hat (Immer schön den Quellcode einrücken 😜)
  • Der Wunsch: Ich will einen Studienabschluß. Job hinschmeissen ging nicht. Das Geld brauchten wir dringend. Also nebenbei studieren. Das war hart. Aber es hat auch viel Spaß gemacht.
  • Zwei Jobwechsel. Einiges gelernt. Vor allem: Zur Karrierefrau bin ich anscheinend nicht gemacht. Jedenfalls wollte mich nie jemand befördern. Tja, so ist das eben. Mittlerweile sehe ich das seeehr entspannt.

Und heute? Ich arbeite im IT-Service bei einer Stadtverwaltung. Eine Menge Projekte. Super viele Themen. Und sooo viele unterschiedliche Menschen. Ein Traumjob? Ja, vielleicht. Zumindest macht er mir von all meinen Jobs am meisten Spaß.

Check ✅

Ist da noch etwas mehr für mich drin?

Was will ich noch? Aha. Hier ist mein Traum. Ich will mir neben meinem Hauptjob eine nebenberufliche Selbstständigkeit aufbauen.

Vielleicht über diesen Blog. Oder als Trainerin. Hirngespinnste? Durchaus möglich. Aber es ist vielleicht auch Traum, der Wirklichkeit werden kann.

Das das Schreiben und Bloggen zu meinem Traum werden könnte, hätte ich nie gedacht. Und doch sitze ich hier. Um 3 Uhr morgens. An einem Freitag und schreibe. Weil ich sooo Lust darauf habe.

Glückliches Leben – Ist mein Leben ein Traumleben?

Ein klares Ja.

Ich kann mir jedenfalls kein besseres vorstellen, denn ich habe alles, was ich brauche. Eine tolle Familie, einen guten Job, ein Dach überm Kopf, Gesundheit und meine Leidenschaft, das Laufen und Schreiben.

Ich habe ein paar sehr gute Freunde. Und dafür bin ich unendlich dankbar. Denn es ist nicht einfach, Freunde zu finden. Und zu behalten.

Glückliches Leben – Was brauche du zum glücklich sein?

Diese Frage solltest du dir ab und zu stellen. Was brauchst du wirklich, um glücklich zu sein?

Unsere Gesellschaft bringt uns oft dazu, immer mehr zu wollen. Den neuesten Fernseher. Das nächste noch bessere Handy. Ein Traumurlaub auf den Malediven. Dafür müssen wir natürlich auch viel arbeiten.

Aber ist das ein Traumleben? Ich finde, das ist eine Falle. Wenn wir es schaffen, weniger haben zu wollen, können wir frei werden.

Brauchst du wirklich immer wieder ein neues Smartphone? Musst du wirklich noch diese Schuhe besitzen? Oder jedes Jahr zweimal in den Urlaub fahren?

Weniger ist mehr – Warum weniger Besitz glücklich macht

Aber warum träume ich nicht von mehr? Von einem schönen Haus zum Beispiel. Oder vielen teuren Reisen? Müsste ich nicht viel mehr wollen?

Ein glückliches Leben – mit weniger Besitz viel einfacher zu haben

Seit ein paar Jahren ist die minimalistische Lebenseinstellung modern geworden. Und ich habe vieles davon zu meiner eigenen gemacht.

Dazu gehört für mich:

  • länger überlegen, ob ich etwas wirklich brauche
  • viel weniger Klamotten kaufen. Ich mag den Ansatz des Capsule Wardrap (wenige Klamotten, die man perfekt miteinander kombinieren kann)
  • nur noch Minimalschuhe tragen. Für den Alltag und fürs Laufen. Auch hier weniger, aber ein sehr gute Qualität. Meine Schuhe halten jetzt viel länger.
  • Achtung vor den Nahrungsmitteln – so wenig wie möglich wegwerfen
  • Luxusgegenstände wie Auto, Smartphone, Fernseher, Laufuhr solange benutzen, bis sie kaputt sind. Und erst dann ersetzen.
  • Freude an den kleinen Dingen – ganz bewusst darauf achten, wie schön das Leben ist

Wovon träumen die anderen?

Jetzt bin ich ja nur ein kleines Menschenkind mit einer beschränken Sicht auf die Welt. Umso mehr finde ich es spannend, was andere zum Thema Lebenstraum – Traumleben zu sagen haben.

Nummer 1 in meiner Liste ist Nicole. Ihr Weg passte nicht so Recht in die Vorstellungen ihrer Mutti. Und trotzdem ist sie diesen Weg gegangen. Auch wenn bei Ihr bei weitem nicht alles geplant abläuft: ihr Traumleben lebt sie.

Mein Traum vom Leben: Achtsam. Selbst-Bewusst. Authentisch.

Welche Träume hast du?

Wie sieht es bei dir aus? Hast du Träume, die du unbedingt erreichen willst? Dann pack es an. Überlege, ob es ein Traum ist, der wirklich dein eigener ist. Und prüfe die Machbarkeit.

Wenn du mit 40 deinen ersten Marathon laufen willst, dann ist das ein Traum, den du wirklich machen kannst. Sei aber realistisch mit deinen Erwartungen.

Bist du unglücklich mit deinem Leben? Dann ändere das. Stück für Stück. Jeder von uns kann über das eigene Leben bestimmen. Oft bremsen uns nur eigene Vorurteile, um aktiv etwas zu verändern.

Ich wünsche dir so sehr, dass du genau wie ich sagen kannst:

Ja, ich lebe mein Traumleben

Zusammenfassung
Glückliches Leben - Was ist (d)ein Traumleben?
Artikelname
Glückliches Leben - Was ist (d)ein Traumleben?
Beschreibung
Was ist (d)ein Traumleben? Ein glückliches Leben ist gleichzeitig ein Traumleben. Doch was genau ist ein glückliches Leben? Brauchen wir Träume, um glücklich zu werden? Und was passiert, wenn wir unsere Wünsche unerfüllt lassen. Bei der Blogparade „Träumst Du noch Dein Leben oder lebst Du schon Deinen Traum?“ geht es um genau um diese Themen. Die Beiträge sind so verschieden wie die Menschen, die sie schreiben. Aber eins ist klar: Und ein glückliches Leben wollen wir alle haben.
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Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. Sabine

    Liebe Andrea,
    wieder ein so schöner Artikel von Dir – Glückwunsch!
    Er hat mich auch zum Nachdenken angeregt und in ganz vielen Dingen stimme ich Dir zu. Bis hin zum Traum vom Blog, den ich ja auch habe 😉
    Nur mit dem minimalistischen Leben tue ich mir manchmal schwer. Ich finde nicht, dass ich ein materieller Mensch bin oder auf Statussymbole Wert lege, aber ich gebe zu, dass ich auch gerne mal Shoppen gehe und mir etwas gönne, das ich vielleicht nicht unbedingt brauche. Und da meine große Leidenschaft ja das Reisen ist, würde ich am liebsten nicht nur zweimal im Jahr, sondern jeden Monat verreisen. Ich habe lange mit mir gehadert, ob das verwerflich ist und versucht, mich zwanghaft im Minimalismus zu üben, aber damit ging es mir auch nicht besser. Jetzt habe ich beschlossen, dass einfach manche Dinge zu meinem Lebenstraum und Lebensstil dazu gehören und ich das Maß meines Konsums selbst bestimmten sollte und nicht irgendwelche Minimalismus Gurus… Auf das eigene Bauchgefühl zu hören ist manchmal besser als 1000 Ratgeber :-).
    In diesem Sinne, mach weiter mit Deinem schönen Blog, ich folge Dir immer gerne und wünsche Dir weiter ganz viel Spaß bei der Erfüllung Deines Traums!
    Liebe Grüße,
    Sabine (Madame Fernweh)

    1. Andrea Kuschan

      Hallo liebe Sabine,

      was für eine Freude für mich, von Dir zu hören. Und ich freue mich, dass auch du noch dabei bist beim Bloggen.
      Zu deinem Punkt mir dem minimalistischen Leben: Ich gebe dir recht. Klar bestimmst du selber, was du kaufen und dir leisten willst. Und wenn dich Reisen so glücklich machen, dann ist es doch richtig, das auch zu tun.
      Ich fahre auch zu Wettkämpfen. Ist nicht unbedingt notwendig, die Umwelt schont das auch nicht und ich könnte auch einfach so für mich laufen. Mach ich aber nicht. Weil ich es liebe, zusammen mit anderen auf der Strecke zu sein.
      Ich finde nur, wir sollten das, was wir haben, hoch schätzen. Und auch damit zufrieden sein. Das meine ich, wenn ich von Erfüllung spreche.

      Vor allem darf es nicht zwanghaft werden. Ich war ein paar Jahre Veganer und ich fand es mit der Zeit zu anstrengend. So viel, was es zu beachten gilt. Das wurde mir einfach zu viel. Jetzt bin ich Vegetarierer und versuche trotzdem, viele Gerichte vegan zu kochen. Damit fühle ich mich wohl.

      Jeder sollte einfach seinen Weg finden. Und trotzdem ab und zu reflektieren, ob es noch gut ist, was er da so tut.

      Ich wünsche dir auch ganz viel Freude auf deinem Blog, den ich hier nur zu gern empfehle.

      Viele ganz liebe Grüße
      Andrea

      Also, wer das hier liest: Schaut unbedingt mal auf der Webseite von Madame Fernweh vorbei. Dort findet ihr sehr gut recherchierte und interessante Reisetipps. Viel Spaß beim Urlaub planen:

      http://www.madame-fernweh.de

  2. Nicole

    Hallo Andrea,
    ich habe am Freitag ebenfalls meinen Beitrag zur Lemondays- Blogparade veröffentlicht und dich darin verlinkt, denn ich finde es spannend, wie du mit dem Thema Lebenstraum umgehst – ähnlich wie ich…
    Liebe Grüße von Nicole

    1. Andrea Kuschan

      Liebe Nicole,

      ich habe gerade mit viel Freude deinen Beitrag zur Blogparade gelesen. Es ist doch immer wieder spannend zu erfahren, wie unterschiedlich wir Menschen das Leben und den großen Plan angehen. In unserem Fall heißt das: Lass dich überraschen.

      Ich verlinke deinen lesenswerten Artikel gern in meinem Beitrag.

      Sei ganz lieb gegrüßt
      Andrea