Februar 2021 – im Osten nichts Neues?

Februar 2021 – im Osten nichts Neues?
Foto von shravan khare von Pexels

Was für ein herrliches Leben hatte ich! Ich wünschte nur, ich hätte es früher bemerkt.

Colette

Der Februar ist Geschichte. Und irgendwie ist das auch gut so. Passiert ist sehr, sehr wenig in meinem Leben. Das macht mich ehrlich gesagt auch ein wenig mürbe. Noch weniger als im Januar. Doch lass mich mal nachdenken, ob da nicht doch die eine oder andere spannende Sache war.

Fast an die Grenzen

bin ich am letzten richtigen Wintertag vor 3 Wochen gegangen. Wir hatten uns mal wieder 30 Kilometer vorgenommen.

Die Temperaturen lagen gerade an diesem Tag bei Minus 10 Grad. Und die Wege waren teilweise sehr verreist und verschneit. Ab Kilometer 15 bis Kilomter 18 gab es nur noch Autospuren im tiefen Schnee, in denen das Laufen höchste Konzentration erforderte. Ab diesem Zeitpunkt fingen meine Probleme im rechten Oberschenkel an.

Erst ein leises Ziehen, dann immer stärker werdende Muskelschmerzen. Ab Kilometer 18 wurde es etwas besser, allerdings war hier die Straße sehr glatt. Hinzu kam ein eiskalter Wind, der uns abwechselnd extrem zu schaffen machte. Wir tauschten sogar unsere Handschuhe, damit wenigstens einer immer mal warme Hände hatte.

Und wir mussten feststellen, dass unsere Route doch etwas weiter werden würde. Irgendwo bei Kilometer 23 war ich wirklich den Tränen nahe. Aber es blieb ja nichts übrig als weiter zu laufen. Wir waren schließlich irgendwo im Niederlausitzer Hinterland unterwegs. Zum Glück hatten wir heißen Tee und selbstgemachte Energieriegel dabei.

Auch wenn es gar kein Hunger ist, hilft so ein leckeres Teilchen doch über die eine oder andere Strapaze.

Zu allem Übel kamen bei mir dann noch am rechten Bein noch Fußschmerzen hinzu. Mit ach und krach erreichte wir das Ziel. Ich war sowas von fertig. Nur noch nach Hause in die warme Wanne.

Zum Glück hatte meine Mann ein leckeres Essen gekocht. Da konnte ich dann wieder Energie auftanken.

Witzigerweise hatte ich am nächsten Tag nur einen leichten Muskelkater. Verrückt, was der Körper aushält und wie schnell er sich wieder erholt. Ob das wirklich meine Grenze war, weiß ich nicht, aber ich war auf jeden Fall ein Stückchen an sie herangerutscht.

Lauf in den Frühling

2 Wochen später sah es schon wieder ganz anders auch. Der Frühling lag schon förmlich in der Luft. Wir hatten uns in einem kleinen Dörfchen Groß Mehssow verabredet. Dieser Ort liegt inmitten von kleinen, zauberhaften Teichen, dunklen Wäldern und weiten Feldern. Von überall waren die durchdringenden Rufe der Kraniche zu hören. Mich berühren diese Rufe immer tief im Herzen.

In vielen Ländern gelten die großen und schönen Tiere als Glückssymbol. In China werden sie sogar als göttlicher Himmelsbote verehrt.

Hast du schon einmal die Rufe der Kraniche vernommen? Wenn nicht, wie wäre es einmal mit einem Abstecher in unsere schöne Region. Im Süden von Brandenburg haben sich in den letzten Jahren eine Vielzahl von seltenen Tieren das Land zurückerobert. Es gibt sogar wieder Wölfe in unseren Wäldern.

In Wanninchen wurde in den letzen Jahren ein Natur-Erlebnis-Zentrum der Heinz-Sielmann-Stiftung geschaffen. Direkt am Schlabendorfer See gelegen, hast du hier die Möglichkeit, Kraniche zu beobachten, an Exkursionen und Vorträgen teilzunehmen oder sogar direkt im neuen Naturparadis zu übernachten. Wenn tausende Kraniche am Abend zu ihren Ruheplätzen zurückkehren, wirst auch du von diesen wunderbaren Vögeln begeistert sein.

Februar 2021 -Kranich überm Wasser
Foto von Brian Forsyth von Pexels

Wir hatten viel Spaß auf unserer Runde und haben wieder viel entdeckt. Das Wasserschloß Fürstlich-Drehna ist auf alle Fälle einen Abstecher wert. Und urige, abgelegene Dörfchen wie Tugam, bei denen wir uns fragten: wer lebt den eigentlich hier?

Dieser Lauf war auf alle Fälle ein kleines Hightlight. Und es ist auch gleich eine neue Idee entstanden. Wir melden uns zum Panoramalauf im Elbsandsteingebirge an.

Ein Wochenende mit vielen Laufkilometern ist also bereits für den August geplant. Wenn alles gut geht. Yeah, die erste richtige Laufanmeldung in diesem Jahr.

Endlich wieder zur Arbeit fahren

Im Januar war ich ja komplett im Homeoffice. Der Februar brachte 2 Wochen Arbeit vor Ort in der Verwaltung mit sich.

Ich habe wieder gemerkt, wie wichtig es für mich ist, zur Arbeit zu fahren, echte Menschen zu sehen, vor Ort arbeiten zu können. Ich hoffe wirklich, dass dieses Kapitel bald Geschichte ist.

Allerdings habe ich auch versucht, mir die Situation im Homeoffice so angenehm wie möglich zu machen. Regelmäßige kleine Pausen, ein Spaziergang am Mittag und gesundes Essen.

Ok, auch ein paar Naschereien waren hilfreich. Ich bin ja ein Nussfan, also da sind einige Tüten drauf gegangen. Kann man die auch steuerlich absetzen?

Der erfolgreiche Semesterabschluß

meiner beiden Töchter. Beide studieren und meistern die aktuelle Situation sehr gut. Trotz enormer Schwierigkeiten im Studienverlauf haben sie ein weiteres Semester erfolgreich abgeschlossen.

Unsere Kinder haben in dieser Zeit eine Menge Last zu tragen, die Kleinen wie die Großen. Von einem lustigen Studentenleben kann fast keine Rede mehr sein.

Ich glaube sowieso, dass dieses Klischee vom ewig feiernden, faulen Studenten auf die meisten gar nicht zutrifft. Da muss schon ordentlich gelernt und gearbeitet werden, um den Abschluß gut zu schaffen.

Und das es trotz C so gut läuft, darauf bin ich sehr stolz und zugleich dankbar.

Jeden Tag Yoga

und wenn es nur 15 Minuten waren. Das habe ich durchgezogen und es tut mir wirklich gut. Am Morgen starte ich entweder mit 15 Minuten Sonnengrüße oder einem kurzen Video von Mady Morrison. Damit konnte ich mich gut auf den Tag einstimmen.

Im Homeoffice habe ich ab und zu in der Mittagspause eine kleine Einheit eingeschoben. und am späten Nachmittag ab und zu eine längere Übungsreihe.

Ich habe das Gefühl, dass mein Körper dadurch insgesamt stärker und beweglicher geworden ist. Auch mental bin ich besser drauf.

Willst du mehr wissen? In meinen Beitrag Yoga zu Hause und Yoga für Läufer gibt es weiter Informationen für dich.

Start ins Fasten

Obstsalat mit Haferflocken
Mein Mittagessen

Am letzten Sonntag im Februar war es dann soweit – ich faste mal wieder. Es war also Entlastung angesagt. Und das bedeutet einfach ausgedrückt: es gibt nicht viel zu Essen.

Aber ich war auch zu einem langen Lauf verabredet. Passt das zusammen? Es passte, irgendwie. Ich habe die Empfehlungen minimal angepasst. Während des Laufs habe ich mir eine Banane gegönnt. Und danach zu Mittag einen Obstsalat mit warmen Hafeflockenbrei.

Am Abend gab es eine sehr große Gemüseplatte. Sicher war es etwas mehr, als in den Fastenempfehlungen steht. Aber da steht ja auch nicht drin: …und laufe 20 Kilometer. Ich finde es für mich wichtig und richtig, flexibel zu sein.

Und es gibt ja kein Fastengesetz, nach dem ich mich richten muß. Wie meine weitere Fastenwoche verlaufen ist, erfährst du in meinem nächsten Beitrag. Sei gespannt.

Willst du wissen, wie Fasten allein zu Hause funktionieren kann, dann lies dich doch mal hier rein: Heilfasten zu Hause- zurück zu mehr Leichtigkeit.

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