Wofür es zu kämpfen lohnt
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  • Beitrag zuletzt geändert am:5. August 2021

Wofür lohnt es sich (eigentlich) zu kämpfen? Fragst du dich das auch manchmal? Oder ob die Anstrengung, mit der du eine Sache verfolgst, nicht total sinnlos und vergebene Liebesmüh ist? Wir kämpfen oft an den falschen Fronten und für die falschen Ziele.

Deshalb ist es wichtig, diese regelmäßig zu hinterfragen. Ich mache das auch. Und wenn etwas nicht mehr zu mir passt, dann schmeiße ich es über Bord. Denn das Leben ist zu kurz für die falschen Ziele und für sinnlose Kämpfe.

Wofür lohnt es sich zu kämpfen? Dafür mit Sicherheit nicht

Es gibt Dinge im Leben, die sind extrem unwichtig. Für immer jung zu bleiben. Die beste und klügste von allen zu sein. Das tollste Auto von allen zu fahren oder die schönsten Klamotten zu haben.

Um diese Dinge zu kämpfen, ist sinn- und wertlos. Wenn du um diese Dinge kämpfst, führst du einen unnützen und aussichtslosen Kampf. Denn du am Ende nur verlieren kannst.

Immer jung bleiben: Wir werden alle älter, Tag für Tag. Und jeder von uns muss einmal sterben. Das ist einfach so. Das Einzige, was du tun kannst: jeden Tag so zu leben, als ob es dein Letzter wäre. Auch wenn leichter gesagt als getan ist.

Die beste, klügste, schönste sein: Es wird immer jemanden geben, der besser und klüger, schneller oder gewitzter ist als du. Der mehr Freund:innen hat, der charmanter ist oder erfolgreicher im Job.

Es lohnt sich hier nicht, zu kämpfen. Denn auch das ist ein Kampf, aus dem du nur als Verlierer hervorgehst.

Nimm dich viel lieber so an, wie du bist, denn du bist genau richtig. Du bist genauso, wie die Welt dich braucht. In einem Kurs sagte die Kursleiterin einmal einen Satz, den ich nie vergesse:

Du bist wichtig und Du machst einen Unterschied in der Welt.

Wenn ich dann mal wieder ein wenig an mir zweifle, dann denke ich an diesen Satz.

Zu tollen Autos und schöne Klamotten brauch ich sicher nicht viel zu sagen. Es ist sicher schön, ein schickes Auto zu fahren, ein Traumhaus zu haben oder tolle Kleidung. Aber darum zu kämpfen ist die Sache nicht wert.

Aber es gibt mindestens genauso viele Sachen, für die es sich wirklich lohnt, zu kämpfen.

Familie und Freunde – die Nummer eins im Leben

An erster Stelle steht da natürlich deine Familie. Wenn jemand von Ihnen deine Kraft braucht und alleine nicht stark genug ist, dann wirst du kämpfen. Und das ist auch gut so.

Hast du zum Beispiel kleine Kinder, dann wirst du alles dafür tun, um ihnen den besten Start ins Leben zu geben. Und wenn es darauf sein muss, dann wirst du auch kämpfen.

Und wenn es zum Beispiel “nur” der Kampf um die weiterführende Schule ist. Oder um einen guten Kindergartenplatz. Wichtiger ist es noch, um die richtige ärztliche Behandlung zu kämpfen, wenn dies notwendig wird.

Auch wenn es um die eigenen Eltern oder Großeltern geht, musst du vielleicht den einen oder anderen Kampf austragen. Brauchen deine Eltern irgendwann einen guten Betreuungsplatz oder Unterstützung zu Hause? Der Kampf mit den Pflege- und Krankenkassen ist sicher kein leichter Kampf.

Vielleicht erwartet dein Partner aber auch von dir, dass du die Eltern betreust und du beruflich zurücksteckst. Hier musst du für dich selber kämpfen.

Um Freunde lohnt es sich genauso zu kämpfen. Denn wenn du auf dein Leben zurückblickst, so viele richtig gute Freunde gibt es wahrscheinlich gar nicht.

Ich empfinde es als ein unglaubliches Geschenk, wenn jemand mich als seine Freundin bezeichnet. Oder wenn ich das Gefühl habe, da ist ein Mensch, denn sehe ich als meinen Freund, als meine Freundin.

Und da jede Freundschaft gepflegt werden will, muss ich sich um diese bemühen. Hier besteht der Kampf für mich eher im Kampf gegen die eigene Bequemlichkeit.

Oft würde ich nämlich lieber ein bisschen Fernsehen oder im Internet surfen, anstatt zum Hörer zu greifen oder mich zu verabreden. Warum das so ist, weiß ich nicht. Nur dass ich immer wieder froh bin, wenn ich gegen meine Faulheit gewonnen habe.

für deine Gesundheit lohnt sich der Kampf immer

Für die eigene Gesundheit lohnt es sich immer etwas zu tun. Und ja, manchmal muss man auch darum richtig kämpfen. Wenn du zum Beispiel Symptome hast, die nicht so einfach zu erklären sind. Dann musst du für dich kämpfen, um die richtige Behandlung und den richtigen Arzt zu finden.

Du musst aber auch um deinen Mut und deine Selbstachtung kämpfen, wenn du keine Unterstützung bekommst und dein eigener Arzt sein musst. Oder wenn dir niemand mehr grlauben oder dir zuhören will.

In diesem Fall musst du für dich stark sein, um dich nicht selbst aufzugeben.

Der Kampf gegen den inneren Schweinehund – das kleine Drecksbein

Jeder und jede von uns muss sicher regelmäßig gegen ihn kämpfen: den inneren Schweinhund. Irgend etwas steckt in jedem von uns, dass sich gegen jede Art von Anstrengung sträubt.

Warum das so ist, würde mich wirklich brennend interessieren. Ist es vielleicht ein uralter Instinkt, der uns vor unangenehmen Überraschungen schützen soll?

Jedenfalls ist der Kampf gegen den inneren Schweinhund einer der anstrengendsten, denn er ist nie vorbei. Sobald du im Kampf schwächelst, trumpft er auf. Jetzt könntest du sagen, ach egal, was solls. Dagegen komme ich nicht an. Es lohnt sich nicht, dagegen zu kämpfen.

Den inneren Schweinehund zähmen – die 10 besten Tipps

Damit hast du dann aber auf breiter Front verloren. Denn wie ich schon gesagt habe, wird er immer stärker, so bald du aufgibst. Erst ist es nur der eine Lauf, denn du aus Bequemlichkeit nicht machst. Dann wird die erste lauffreie Woche daraus.

Und nach drei, vier Wochen findest du Laufen vielleicht gar nicht mehr so gut: “Ach Laufen, das ist so gar nicht meins.” Und spätestens jetzt hast du den Kampf verloren. Denn wenn du jetzt nicht einen Ausgleich in Form einer anderen Bewegung findest, bahnst du den Weg für viele Probleme.

Also, kämpfe immer wieder ganz entschlossen gegen deine inneren Schweinehund.

sich selbst zu verbessern – Ein Kampf, der sich lohnt

Sich selbst verbessern – das ist ein Ziel, für das es sich definitiv lohnt, zu kämpfen. Dabei meine ich gar nicht, dass du dich immer weiter optimieren sollst. Und das am besten noch in jedem Bereich deines Lebens.

Nein, ich meine, es ist gut für das eigene Selbstwertgefühl, sich Ziele zu setzen und um diese zu kämpfen. Das könnte die Verbesserung der Laufzeit bei einem 10-Kilometer Lauf sein. Oder den ersten Marathon zu finishen.

Für solche Ziele musst du hart arbeiten und sehr oft regelrecht kämpfen. Zum einen im Training, dass du dann regelmäßig und auch in schwierigen Zeiten durchführst.

Erfolgreich sein – Was beim Laufen wirklich zählt

Als auch auf der Strecke, wenn die Beine anfangen zu brennen und die Lunge schmerzt und alles in dir ruft: Hör auf. Dann wirst du kämpfen. Und wenn du diesen Kampf gewinnst, wirst du mit einem Glücksgefühl der Extraklasse belohnt.

Kämpfen lohnt sich – gegen Klischess und Vorurteile

Wenn ich eine Liste führen würde, gegen welche Klischees und Vorurteile ich kämpfe und kämpfen möchte – sie würde den Rahmen sprengen. Deshalb führe ich hier nur drei Vorurteile auf:

Klischee 1 – Ich bin zu alt für…

Das höre ich immer wieder.

  • Ich bin zu alt, um mit dem Laufen zu beginnen.
  • Irgendwann ist man einfach zu alt, um Sport zu treiben.
  • Wenn man älter ist, lohnt es sich nicht, etwas Neues zu beginnen.

Ich kann mich ohne Ende und mit wachsender Begeisterung über solche Sprüche aufregen. Und das Schlimmste daran: Ich selbst falle auch immer wieder darauf rein.

Zum Beispiel mein Blog hier, meine Webseite. Wie oft habe ich in den letzten Monaten gedacht: Sag mal, spinnst du? Du bist doch schon viel zu alt für so was. LOHNT SICH DAS ÜBERHAUPT NOCH FÜR DICH?

Ich kämpfe dann aktiv gegen meinen inneren Skeptiker, muss ihn regelrecht mundtot machen. Denn wer sagt denn, wann wir zu alt für irgendetwas sind?

Es ist unsere Gesellschaft, die uns in ein bestimmtes Korsett zwingt. Und unsere eigenen Glaubenssätze, die in unseren Köpfen rumspuken und uns glauben lassen, wir passen nicht.

Gegen diese anzukämpfen, ist ein harter Kampf. Aber es ist ein Kampf, der sich unbedingt für dich lohnt. Denn für den Gewinner, die Gewinnerin gibt es das größte Geschenk auf Erden: Die innere Freiheit.

Klischee 2 – Frauen laufen besser die kurzen Strecken

Was für ein Nonsens. Es gibt unzählige Frauen, die weite Strecken zurücklegen. Und damit meine ich Laufstrecken, die weit über den Marathon hinausgehen. Und es gibt genauso viele Studien, die belegen, dass Frauen aufgrund ihres Körperbaus sogar besser für die ultralangen Läufe ausgestattet sind.

Ich frage mich, warum es dann bei vielen Laufveranstaltung die strenge Unterteilung in kurze Strecken für Frauen und in lange Strecken für Männer gibt.

Gegen solche Gedanken und Vorurteile, die aus Unwissenheit entstehen, lohnt sich ein Kampf immer. Hinterfrage deshalb lieber öfter mal bestimmte Regeln und Vorschriften.

Klischee 3 – Laufen ist schlecht für die Gelenke

Auch das ist ein Mythos, der immer wieder auftaucht und gegen den ich kämpfe. Denn Laufen ist gut für die Gelenke. Durch das Laufen werden die Gelenke durchblutet und es wird mehr Gelenkflüssigkeit produziert. Deshalb schadet Laufen unseren Gelenken nicht, sondern hält viel mehr unsere Gelenke jung.

Kämpfen lohnt sich – für alles was dir wichtig ist

Alles, wofür du brennst und was dich im Leben interessiert, dafür lohnt es sich zu kämpfen. Dabei spielt es gar keine Rolle, was das ist. Wichtig ist nur, es steckt dein ganzes Herz drin.

Niemand kann bestimmen, wofür du im Leben bestimmt bist. Versuche deshalb immer wieder aufs Neue herauszufinden, wo DEIN Sinn im Leben ist. Dieser wird sich sicher verändern. Und das ist gut so.

Vermeide dabei, den falschen (fremden) Zielen zu verfallen. Hinterfrage regelmäßig, ob das noch dein Ding ist, dieses Leben, das du gerade führst. Und wenn es so ist, dann lebe es mit vollem Herzen und kämpfe wenn es sein muss dafür.

Denn das ist es wert und lohnt auf jeden Fall, dafür zu kämpfen.

Dieser Beitrag ist in der Blognacht mit der wunderbaren Anna Koschinski entstanden. Danke für die tolle Inspiration und die Möglichkeit, mal wieder über mich und das Leben nachzudenken.

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