12 von 12 Dezember 2021
  • Lesedauer:11 min Lesezeit
  • Beitrag zuletzt geändert am:31. Juli 2022
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Heute gibt es endlich mal wieder ein 12 von 12. An jedem 12. eines Monats gibt es diese Aktion unter Bloggern. Dabei zeigen wir unseren ganz banalen, langweiligen Auszug aus unserem Alltag. Hier findest du mehr dazu: Draußen nur Kännchen.

Warum? Weil der Alltag von anderen Menschen komischerweise sehr spannend ist. Ich mag es jedenfalls gern, bei anderen mitzulesen und den Blick durch ein klitzekleines Fenster in ihre Welt zu bekommen.

7:00 Uhr – der Wecker klingelt

Heute ist Sonntag. Aber kein normaler Sonntag für mich. Heute ist der allerletzte Tag auf meinem Weg zur Trainerin mit C-Lizenz im Breitensport.

Ich bin wieder in Lindow im Sport-und Bildungszentrum in Brandenburg. Es gilt die 2GPlus-Regel. Deshalb müssen wir uns alle jeden Morgen testen. Nervig, aber was muss, das muss.

Jeden Tag die gleiche Morgenroutine

Kurz vor 8:00 Uhr – ein letzter Blick aus dem Fenster

Brandenburg ist so ein schönes Bundesland. Und Lindow liegt mitten darin. Umgeben von Seen und weiten Wälder, direkt am Stechliner Laufpark. Leider konnte ich diesen nicht nutzen. Tagsüber war durchweg Unterricht angesagt.

Und im Winter im Dunkeln will ich nicht durch einen unbekannten Wald laufen. Aber ich komme wieder. Und dann erkunde ich den Park.

Ausblick aus dem Fenster 12 von 12 Dezember 2021
Der Blick aus meinem Fenster – dort will ich mal laufen

Um 9:00 Uhr die letzten Prüfungen laufen

Ich habe ja meine Prüfung schon gestern hinter mir. Bloß gut. So kann ich die Sportstunden heute ganz entspannt genießen.

Ich stand nämlich seit Freitag unter Hochspannung. Ich hatte den Grundlagenkurs in Cottbus und den Aufbaukurs zusammen mit den anderen bei einem anderen Dozenten in Lindow absolviert.

Unsere Prüferin kannten wir nicht. Und gleich zu Beginn wurde meine Befürchtung war: Sie erwartete mehr und andere Dinge.

Dazu musst du dir Steffi bildlich vorstellen: Sie ist nämlich eine extrem beeindruckende Erscheinung: Blond mit langen, zum Zopf gebundenen Haaren. Groß. Mindestens 1.80 würde ich sagen.

Zumindesten von mir hier unten aus gesehen. Und stark. Mit offenem, strengen Blick. Und hoch geschwungenen Augenbrauen. Ich wünschte, ich würde so aussehen. Naja, wünschen kann man es sich ja…

Ich rutschte immer tiefer in meinen Stuhl. Sch…, Sch…, Sch…. Ob das klappt. Zum Glück schauten die anderen auch wie Karnickel aus dem Bau, mit angelegten Ohren und schreckgeweiteten Augen.

Aber wie es immer ist: Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Steffi ist eine echt nette und coole Person. Bei ihr hätte ich gern mehr gelernt.

Hier siehst du unseren Prüfungsplan. Insgesamt 6 Stunden Training für alle. Und Nervenkitzel für den jeweiligen Prüfling.

Unser Prüfungsplan – Sport, Sport, Sport

Das Programm war bunt gemischt: Volleyball, Tischtennis, Kraftsport und Ausdauer.

Ich glaube fast, mein Kraftausdauerpart war der gemeinste, härteste. Zumindest tropfte bei allen der Schweiß. Sorry Leute. Aber eure Muskeln sind dabei bestimmt ordentlich gewachsen.

Ein kleiner Gruß an meine Laufgruppe: Diese Übungen habe ich auch schon einmal mit euch gemacht. Es schwitzen und stöhnen anscheinend alle bei diesem Programm. Freut euch auf eine Wiederholung.

11:00 Uhr Wir alle haben bestanden

Jetzt ist es amtlich. Es gibt jetzt 21 Trainer mit der C-Lizenz mehr in Brandenburg. Wir bejubeln uns gegenseitig. Schnell noch ein Gruppenbild (wenn es online ist, verlinke ich es hier), passend zum dritten Advent im Tannenbaumformat.

Danach geht alles fix. Ich checke aus. Drücke ein letztes Mal Margit, die ich hier kennengelernt habe. Mit der ich die letzten Tage so viele Stunden geschwitzt, geredet und gelacht habe. Wir sehen uns wieder: Beim Spreewaldmarathon im April. Das haben wir uns versprochen.

Bestanden. Aber wo ist das Zertifikat? Das muß ich jetzt erst noch beantragen. Och menno…

12:00 Uhr – E.T. will nach Hause

So schön es war. Jetzt reicht es. Ich will nach Hause. Ich bin zwar glücklich, aber auch müde und ein wenig fertig. Außerdem habe ich Kopfschmerzen. Aber leider keine Tablette mit. Doof.

Knappe 3 Stunden Fahrt durch Brandenburg und Berlin liegen vor mir.

Tschüss Lindow – es reicht erst mal. Aber ich komme wieder…

13:00 Uhr – Nimm dir Essen mit

…wir fahren durch Brandenburg. Immer wenn ich durch unser weites, leeres Land fahre, kommt mir dieser lustige Song in den Kopf. Hach, und trotzdem liebe ich unser schönes Land.

Man muss auch über sich selbst lachen können

Gut, dass ich eine Banane und einen Apfel stibitzt habe (Eigentlich nicht erlaubt, aber dafür habe ja ich mein Mittagessen abgesagt).

Autsch – geblitzt wurde ich auch noch. Versteh ich nicht. Ich habe kein Tempolimit-Schild gesehen. Hoffetlich wird es nicht so teuer.

Auf der Autobahn durch Brandenburg

15:00 Uhr Endlich ein bisschen Adventsstimmung

Zu Hause angekommen. Motor angestellt. Geschafft. Doch was ist das für ein Geräusch? Ein lautes Brummen kommt aus dem Motoraum.

Ich klingel schnell bei uns zu Hause und schrecke meinen Mann hoch. Der Lüfter läuft auf Hochtouren. Ein kurzer Blick in den Motorraum. Die gesamte Kühlflüssigkeit ist weg.

Bloß gut, dass unser treues altes Auto bis nach Hause durchgehalten hat. Stehenbleiben auf der Autobahn bei kaltem Nieselwetter – schlimmer geht es nicht.

Erst mal ein kleiner gemeinsamer Spaziergang. Beine verteten und erzählen. Von meinem Lehrgang. Und seiner Weihnachtsfeier. Schön, wenn jeder etwas eigenes erlebt. Da gibt es mehr zu reden.

Und dann endlich. Ein kleines Adventskaffetrinken – mit Stollen, Spekulatius und frisch gebrühten Kaffee. Und der ersten Räucherkerze.

Advent, Advent – das dritte brennt

17:00 jeder macht seinen Kram

Nach jeder Reise gibt es etwas zu tun. Wäsche waschen zum Beispiel. Und viel Sport bedeutet viel Sportwäsche. Und Sachen wegräumen. Auf gehts.

Das Chaos beseitigen – zum Glück ist es schnell erledigt

Mein Mann pflegt in der Zwischenzeit sein Aquarium. Auch da gibt es Höhen und Tiefen. Erfolge und Mißerfolge.

Ich freue mich heute mit ihm – denn gerade klappt es wieder. Mit vielen Pflanzen, weniger Algen, gesunden Fischen und massenhaft winzigen Garnelen.

Auch ein Aquarium verlangt nach Ausdauerqualitäten

18:00 Uhr etwas warmes braucht der Mensch

Doch vor dem Essen steht das Kochen. Heute soll es ein veganes Chilli geben. Mit Basmatireis und vor allem viel Knoblauch. Gut, wenn man einen Mann hat, der auch gern mal kocht.

Ein Mann, der kocht – ein Träumchen, oder?
Wenn mein Mann kocht, bin ich nicht faul. Die Wäsche hängt.

19:00 Uhr – Wir stoßen an

Heute gibt es zur Feier des Tages Sekt. Und bei Kerzen und einer genial leckeren Mahlzeit lassen wir diesen doch ziemlich aufregenden Sonntag noch einmal Revue passieren.

Vielleicht noch der Tatort? Mal sehen, aber wahrscheinlich schlafe ich dabei ein. Gähn.

Das wärmt die Seele – ein warmes Chilli, helle Kerzen, ein lieber Mensch. Und ein Gläschen Sekt.

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Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

    1. Andrea Kuschan

      Liebe Marie,

      danke schön ????.

      Liebe Grüße
      Andrea

  1. Birte

    Klingt nach einem anstrengenden, aber guten Tag! Muss auch endlich mal wieder bei 12 von 12 mitmachen – das macht immer Spaß. Herzlichen Glückwunsch zu deiner bestandenen Prüfung! Liebe Grüße Birte

    1. Andrea Kuschan

      Liebe Birte,

      ja, wirklich. Anstrengend war es. Aber auch endlich mal wieder was los. Ich freu mich auch auf das nächste 12 von 12. Und auf deinen Beitrag dazu. Bin gespannt, wie bei dir so ein ganz normaler Tag abläuft.

      Liebe Grüße
      Andrea